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Keine Kurtaxen mehr für Kinder und Jugendliche

APPENZELL. Der Verein Appenzellerland Tourismus AI hat in den nächsten Jahren einen zusätzlichen Finanzbedarf von bis zu 150 000 Franken pro Jahr. Um diese Lücke zu schliessen, hat der Innerrhoder Grosse Rat gestern einstimmig eine Revision der Tourismusförderungsverordnung gutgeheissen.
Roger Fuchs
Mit höheren Kurtaxen für Erwachsene sollen die nötigen Gelder für den Verein Appenzellerland Tourismus AI zusammenkommen. (Bild: rf)

Mit höheren Kurtaxen für Erwachsene sollen die nötigen Gelder für den Verein Appenzellerland Tourismus AI zusammenkommen. (Bild: rf)

APPENZELL. Der Verein Appenzellerland Tourismus AI hat in den nächsten Jahren einen zusätzlichen Finanzbedarf von bis zu 150 000 Franken pro Jahr. Um diese Lücke zu schliessen, hat der Innerrhoder Grosse Rat gestern einstimmig eine Revision der Tourismusförderungsverordnung gutgeheissen. Demnach sollen, wie Grossrätin Vreni Kölbener, Präsidentin der Kommission für Wirtschaft, einleitend sagte, die Kurtaxen um rund 50 Prozent erhöht werden. Im Vergleich mit anderen Tourismusdestinationen seien die heutigen Tarife klar unterdurchschnittlich. Statt 1.80 Franken zahlt ein Erwachsener neu 2.70 Franken Kurtaxe pro Übernachtung. Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren werden von der Beitragspflicht befreit. Dies wird als nicht mehr zeitgemäss gewertet.

Rechtsgleichheit schaffen

Handeln muss der Kanton Appenzell Innerrhoden auch in der Folge eines Bundesgerichtsentscheids, das einen Fall im Kanton Obwalden zu beurteilen hatte. Konkret geht es um die Pauschalbeiträge von Inhabern, Eigentümern oder Dauermietern von Ferienhäusern, Alphütten und Campingplätzen. Bislang waren von der Bezahlung solcher Pauschalbeiträge nur Personen betroffen, die in Appenzell Innerrhoden keinen gesetzlich regulierten Wohnsitz aufweisen konnten. Angesichts des Bundesgerichtsurteils verstösst dies gegen die Rechtsgleichheit. Fortan müssen auch Einheimische die entsprechenden Pauschalbeiträge bezahlen. Wie viele Innerrhoder davon betroffen sind, lässt sich gemäss Landammann und Volkswirtschaftsdirektor Daniel Fässler noch nicht mit Absolutheit sagen. Geschätzt geht er von maximal 100 Betroffenen aus.

Verzicht hätte Verlust zur Folge

Gemäss Fässler wurde geprüft, ob man ganz auf diese Pauschalbeiträge verzichten wolle. Es würden dann aber 100 000 Franken fehlen, weshalb die Beiträge beibehalten werden.

Grossrätin Angela Koller lobte die gute Information von Betroffenen, die Anpassungen würden folglich auf Akzeptanz stossen. In Kraft treten wird der Beschluss per 1. Januar 2017, der Grosse Rat verzichtet auf eine zweite Lesung.

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