Keine Kleiderregelung in Sicht

APPENZELLERLAND. Der Kopftuch-Fall der Schule St. Margrethen hat schweizweit für Aufsehen gesorgt. Nun will die St. Galler Regierung die Bekleidungsfrage gesetzlich regeln.

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APPENZELLERLAND. Der Kopftuch-Fall der Schule St. Margrethen hat schweizweit für Aufsehen gesorgt. Nun will die St. Galler Regierung die Bekleidungsfrage gesetzlich regeln. Die Schule müsse nicht nur Wissen und Kompetenzen vermitteln, sondern habe auch einen Auftrag zur Wertevermittlung, Sozialisation und Integration, lautet die Begründung.

Im Appenzellerland scheint die Problematik nicht bekannt zu sein. «In den letzten zehn Jahren hatten wir an den Schulen keine Probleme im Zusammenhang mit dem Kopftuchtragen von Lehrenden oder von Schülerinnen und Schülern», sagt Walter Klauser, Leiter Amt für Volksschule und Sport in Ausserrhoden. Er sieht es auch nicht als Aufgabe des Kantons, einzuschreiten. «In Einzelfällen werden Schülerinnen und Schüler von den Lehrpersonen beziehungsweise den Schulleitungen auf störende Belange hingewiesen.» Zudem obliege es den Schulen und Gemeinden in ihren Haus- oder Schulordnungen massvolle Regeln aufzustellen und diese zu kommunizieren, so Klauser weiter. Das Amt für Volksschule sieht gemäss Klauser keinen gesetzlichen Regelungs- oder Handlungsbedarf in diesen Fragen. «Wir vertrauen auf die Führungskompetenz und Autorität der zuständigen Personen auf Gemeindeebene, Einzelfälle mit Betroffenen zu besprechen und gemeinsam Lösungen zu finden.» Ganz kurz fasste sich Norbert Senn, Leiter des Volksschulamtes von Innerrhoden, in seiner Antwort: «Die von Ihnen angesprochene Thematik Bekleidung ist aktuell in unserem Kanton kein Thema.» (ker)

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