«Keine Glasfaser verfügbar»

HERISAU. Das Thema Glasfasernetz sorgt seit Jahren für Gesprächsstoff. Inzwischen kooperieren die Anbieter SAK und Swisscom. Wechselnde Statusmeldungen führen dennoch zu Verwirrung.

Stephanie Sonderegger
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Zwei Anbieter arbeiten am Glasfasernetzausbau in Herisau. (Bild: Ralph Ribi)

Zwei Anbieter arbeiten am Glasfasernetzausbau in Herisau. (Bild: Ralph Ribi)

«Keine Glasfaser verfügbar» heisst es auf der Swisscom-Seite zur Überprüfung des Glasfasernetz-Anschlusses für Kunden aus Schachen bei Herisau. Nicht weniger verwirrend ist die Zusatzinformation: «Der Ausbau des Standorts wird aus unerwarteten Gründen verzögert. Zurzeit liegen keine Ausbaudaten vor.» Erst im Sommer wurden die Swisscom-Leitungen in Schachen gezogen. Daraufhin erschien über die Swisscom-Webseite der Status, das Glasfasernetz sei ab Oktober verfügbar. Umso grösser ist die Ernüchterung jetzt.

Fehler im Informationssystem

Auf eine Nachfrage erklärt Mediensprecherin Annina Merk von Swisscom, dass aktuell an der Schwellbrunnerstrasse gebaut werde: «Hier ist es zu leichter Verzögerung beim Glasfaserausbau gekommen, da die Akquisitionen der Liegenschaften zuerst harzig verliefen.» Nun seien die Probleme aber gelöst, und der Ausbau laufe weiter nach Plan.

Des weiteren teilt die Mediensprecherin mit, dass im September ein neues Informationssystem eingeführt wurde: «Wir wollen unsere Kunden und generell alle Interessenten und Interessentinnen besser über den Netzbau informieren.» Dass dieses noch nicht einwandfrei funktioniere, bestätigt sie ebenfalls: «Es kann sein, dass eine Adresse vor der Einführung der Auskunftsfähigkeit glasfaser- tauglich war und danach nicht mehr.» Daran werde aber unter Hochdruck gearbeitet, ansonsten laufe alles nach Plan.

Kooperation der Anbieter

Immer wieder ist der Ausbau des Glasfasernetzes in Appenzell Ausserrhoden im Gespräch. Erst startete die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) das Pilotprojekt des Glasfasernetzausbaus, dann wollte die Swisscom ebenfalls nachziehen. Eine Kooperation der beiden Unternehmen, die vor zwei Jahren noch ausgeschlossen war, kam Anfang dieses Jahres schliesslich doch zustande. «Wir hatten permanent laufende Verhandlungen. Es war sehr komplex und umfangreich», begründet Lukas Mäder, stellvertretender Geschäftsleiter der SAK, den langen Zeitraum bis zur endgültigen Zusammenarbeit beider Parteien.

Doppelspurigkeit

In einer Medienmitteilung auf der Seite der SAK hiess es: «Die Zusammenarbeit zwischen SAK und Swisscom zeigt einmal mehr, dass der Ausbau eines Glasfasernetzes gemeinsam schneller, kostengünstiger und mit weniger Immissionen erfolgen kann.»

Vier Glasfasern wurden pro Wohnung und Geschäftshaus eingezogen, was der Empfehlung der Eidgenössischen Kommunikationskommission ComCom entspreche: «Wir brauchen nicht alle für uns», erklärt Mäder die Mitnutzung von Swisscom. Ebenso bestätigt er: «Unsere Dienste können über das Glasfasernetz bezogen werden.»