Keine Erfindung der Neuzeit

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Das Räuchern von Räumen und Gebäuden gehörte früher im ländlichen Raum ganz selbstverständlich zum Jahreskreislauf. Ob als Start ins neue Jahr, als Reinigung nach einer Krankheit, bei einem Todesfall, bei einem Umzug oder nach einer grossen Veränderung: Einheimische Pflanzen, Rinden und Harze hatten einen hohen Stellenwert. In der Antike war Weihrauch ein hochbezahltes und begehrtes Handelsgut und wurde auf der Weihrauchstrasse (Oman-Jemen-Gaza-Damaskus) und im Fernhandel bis in fast alle Gegenden der Welt gehandelt und spielte in den allermeisten Religionen und Kulturen der damaligen Zeit eine Rolle. Weihrauch war schon bei den alten Ägyptern für kultische Zwecke als aromatisches, desinfizierendes und entzündungshemmendes Räuchermittel und Heilmittel in Gebrauch. Es entwickelt beim Verglühen (Räuchern) einen aromatisch duf- tenden Rauch und wird in verschiedenen Religionen auch der römisch-katholischen und orthodoxen Kirche seit Mitte des ersten Jahrhunderts bei Kulthandlungen verwendet. (pd)

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