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Keine andere Sportart wächst weltweit so rasant wie E-Sport

Ist das Spielen von Computergames ein Sport? Ist E-Sport eher Fluch oder Segen? Über diese und weitere Fragen diskutierte anlässlich des Sportforums Appenzellerland eine illustre Runde. Fraglich scheint der Nutzen für die klassischen Sportvereine.
Mea McGhee
Gesprächsleiter Johannes Gunzenreiner thematisiert am Sportforum Appenzellerland mit Sandro Poschinger, Tobias Egartner, Pascal Signer, René Wyler und Roland Inauen den Trend E-Sport. (Bild: Erich Brassel)

Gesprächsleiter Johannes Gunzenreiner thematisiert am Sportforum Appenzellerland mit Sandro Poschinger, Tobias Egartner, Pascal Signer, René Wyler und Roland Inauen den Trend E-Sport. (Bild: Erich Brassel)

Einen Puls von 180 Schlägen pro Minute kann ein E-Sportler während eines Wettkampfes aufweisen. In der Schweiz gibt es 840000 aktive Gamer – Zahl steigend. Die meisten seien zwischen 18 und 24 Jahre alt. 93 Prozent der E-Sportler seien Männer, erläuterte Referent Tobias Egartner anlässlich des Sportforums Appenzellerland. Eingeladen hatten: das Sportamt Innerrhoden, die Abteilung Sport Ausserrhoden sowie die IG Sport Region Herisau. Am Freitag weilten knapp fünfzig Gäste aus dem Sportbereich in der Aula Gringel in Appenzell.

Das Vermarktungspotenzial ist riesig

«E-Sportler messen sich mit Gleichgesinnten. Sie trainieren, halten sich an Ernährungspläne, analysieren ihre Leistung mit Hilfe von Coaches. Deshalb handelt es sich um eine Sportart», definierte Tobias Egartner, Co-Gründer der E-Sport-Agentur Level 05, den Trend E-Sport. Der Unterhaltungsfaktor von Computerspielen sei wichtig und das Vermarktungspotenzial enorm. Während die E-Sport-Szene die Schweiz erst langsam erobere, würden in Asien Tausende Zuschauer Turniere in Stadien verfolgen – und noch viel mehr an den Bildschirmen weltweit. Alleine im Spiel Data 2 gab es im vergangenen Jahr ein Preisgeld von 24 Millionen Franken zu gewinnen. «E-Sport ist die am schnellsten wachsende Sportart weltweit», so Egartner.

«Die virtuelle Welt durchdringt unser Leben»

Einer, der das Vermarktungspotenzial von E-Sport früh erkannt hat, ist der Herisauer Pascal Signer. Er hat beim FC St. Gallen das Projekt E-Sport ins Leben gerufen und in der Person von Sandro Poschinger einen E-Sportler engagiert. Die beiden waren Teilnehmer der Diskussionsrunde unter der Leitung von SRF-Sportreporter Johannes Gunzenreiner zum Thema E-Sport – Fluch oder Segen? «Die virtuelle Welt ist eine Realität, die unser Leben durchdringt», sagte der Innerrhoder Landammann Roland Inauen. Wichtig sei, dass man sich durch die Nutzung von Computerspielen sozial nicht isoliere. Es gelte zwischen Gamern und E-Sportlern zu unterscheiden, betonte Pascal Signer. Ihm fehle beim E-Sport die Faszination der Bewegung, sagte René Wyler, Leiter der Sportlerschule Appenzellerland. Digitale Technik habe beim Sporttraining eine wichtige Funktion, einen Nutzen für klassische Sportvereine sehe er bei E-Sport hingegen nicht.

Übrigens: Der 19-jährige E-Sportler Sandro Poschinger gewann das Demospiel FIFA 19 mit Paris St. Germain gegen die Mannschaft Juventus eines Gastes souverän mit 3:0. Die Teilnehmer des Sportforums Appenzellerland verfolgten auf der Grossleinwand fasziniert, wie der E-Sportler sein Team mittels Konsole lenkte – taktisch versiert wie FCSG-Trainer Peter Zeidler.

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