Keine Akten gezügelt

Vergeblich hat man gestern auf Mithilfe der Bevölkerung beim Zügeln der Bankakten gewartet. Doch diese Hilfe war auch nicht vonnöten. Es handelte sich hierbei um den 1.-April-Scherz.

Esther Ferrari
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HERISAU. Nur eine Vertreterin des Regionalfernsehsenders Tele Ostschweiz und jemand von der Appenzeller Zeitung waren gestern um 14 Uhr am Obstmarkt in Herisau anwesend. Keine Militärlastwagen fuhren auf, es gab aber auch keine Neugierige, welche bei der Übergabe der Kantonalbank-Akten dabei sein wollten. Ob es allenfalls versteckte Zuschauer gab, ist ungewiss; und wenn, dann hielten sie sich versteckt.

Nicht leichtgläubig

Der gestrige Scherz hat gezeigt: Die Appenzellerinnen und Appenzeller sind nicht so leichtgläubig. Sie lesen die Zeitung am ersten April möglicherweise genauer als sonst. Dass der Bericht «Operation <Subito>, UBS gibt heute Bankarchiv zurück» ein Aprilscherz war, haben wohl die meisten gemerkt. Personen, die am Obstmarkt von der Appenzeller Zeitung befragt wurden, schmunzelten. So meinte beispielsweise ein älterer Herr mit strahlendem Gesicht: «Wissen Sie, das ist doch ein Aprilscherz.» Recht hat er.

Vorläufig keine Zöglete

Jemand anders hielt fest, dass es ein schöner Scherz sei, doch so schnell könnten die Akten kaum von der UBS ins Staatsarchiv gezügelt werden. So bleibt vorerst alles beim Alten. Die Akten bleiben verschlossen. Noch ist keine Kiste auf den Boden gefallen.

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