Kein Kantonsschulstandort Rapperswil

«Kantonsschulstandort gesichert?» Ausgabe vom 26. Januar 2016 «Wiese kann gebaut werden» Ausgabe vom 3. Dezember 2015

Drucken
Teilen

Der Leserbrief «Kantonsschulstandort gesichert?» von Werner Raschle basiert auf einem Missverständnis. Für die Ansiedlung der geplanten Informatikmittelschule in Rapperswil wird nicht eine Revision des Mittelschulgesetzes, sondern eine Revision des Einführungsgesetzes zur Berufsbildung beantragt. Bei der Informatikmittelschule handelt es sich um berufliche Grundbildung mit Berufsmaturität. Rapperswil wird nicht als Kantonsschulstandort verankert. Entsprechend besteht durch eine Informatikmittelschule in Rapperswil keine Gefahr für den Kantonsschulstandort Wattwil.

Eine solche Gefahr geht eher von den Regierungskandidaten der CVP aus, die ihre Meinung zur Kanti Wattwil je nach Wahlkreis anzupassen scheinen.

Es ist nicht möglich einzuschätzen, welche Haltung sie nach einer allfälligen Wahl tatsächlich einnähmen.

Ivan Louis

Kirchweg 672, 9650 Nesslau

Abrissbirne über dem Ortsgemeindehaus Nesslau

Anfang Dezember haben wir Ortsbürgerinnen und Ortsbürger über das Projekt Wiese abgestimmt. Für viele Leute im Dorf ist das Ortsgemeindehaus mit Kern aus den 1650er-Jahren ein Teil ihrer Lebensgeschichte. Wenn es Ihnen wie mir ergangen ist, fehlte auch Ihnen die Zeit für reifliche Überlegungen vor der Abstimmung. Das jetzt verfolgte Projekt beinhaltet den Abriss des Ortsgemeindehauses, die Überbauung des Areals mit drei Blöcken. Zwei davon sollen je sechs Vier- und eine Fünfeinhalb-Zimmer grosse Eigentumswohnung enthalten. In der dritten Überbauung sind 16 grössere oder kleinere Single-Wohnungen geplant. Ich erlaube mir deshalb, einige Fragen in den öffentlichen Raum zu stellen, die ich gerne beantwortet hätte.

Weshalb muss ein Stück Geschichte aus unserer Gemeinde verschwinden, wenn uns das Projekt keine Familienwohnungen einbringt?

Gedenken wir Ortsbürger uns selber auszurotten? Wer wird im verfolgten Projekt die Arbeiten ausführen?

Kann das hiesige Gewerbe mit den grossen Baufirmen konkurrenzieren? Sanfte Renovation inklusive Erweiterung gäbe bestimmt mehr Arbeit für die Handwerker in der Gemeinde. Die Wertschöpfung würde also in der Gemeinde bleiben.

Ist es für solche Projekte üblich, ohne Projektierungskredite/Planungswettbewerbe zu arbeiten?

Wer stellt sicher, dass wir die Schulden der Ortsgemeinde im Rahmen des Überschaubaren behalten?

Haften die einzelnen Ortsbürger, wenn das Projekt nicht gestemmt werden kann?

Ich bitte alle, die sich wie ich schwer tun mit dem Gedanken eines einseitigen Projektes, sich zu äussern oder sich bei mir zu melden. Suchen wir doch eine Lösung, die neue und alte Geschichte miteinander verbindet.

Marianne Zwingli

Bühl, 9650 Nesslau

Aktuelle Nachrichten