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SC Herisau verliert und erzielt erstmals in dieser Saison keinen einzigen Treffer

Erstligist SC Herisau verliert 0:4 gegen Bellinzona – gemessen an Spielanteilen und Chancen war es ein hartes Verdikt. Aber die Gastgeber zeigen sich nach vorne uninspiriert.
Lukas Pfiffner
Bellinzonas Torhüter Chmel liess keinen Puck passieren. Erstmals blieb der SC Herisau ohne Torerfolg. (Bild: Mea Mc Ghee)

Bellinzonas Torhüter Chmel liess keinen Puck passieren. Erstmals blieb der SC Herisau ohne Torerfolg. (Bild: Mea Mc Ghee)

Am Schluss wurde das Resultat gar hoch. SCH-Trainer Markus Rechsteiner setzte während der Strafe gegen den Tessiner Juri zweimal einen sechsten Feldspieler ein – Herisaus Scheibenverluste im Angriffsdrittel trugen den Gästen aber zwei Shorthander innert 57 Sekunden und einen komfortablen Ausbau der Führung ein. Aus dem 2:0 wurde ein 4:0.

Das schlechte Powerplay war ein Indikator für den langsamen und zu wenig genauen Auftritt der Gastgeber gegen Bellinzona. Den Tessinern fällt das Toreschiessen aktuell leichter – zehnmal trafen sie am Sonntag gegen Rheintal, viermal am gestrigen Mittwoch im Sportzentrum. Dabei brauchten sie keinen besonderen Effort zu zeigen. Es genügte, Herisau immer wieder im Abwehrdispositiv festlaufen zu lassen und gelegentlich halbwegs vernünftig zu kontern. Bellinzona blieb zum zweiten Mal in dieser 1.-Liga-Saison ohne Gegentor und Herisau zum ersten Mal ohne eigenes Tor.

SC Herisau fällt zurück auf Rang sieben

Zwischen dem 31. Oktober und dem 22. Dezember hat der SC Herisau stets gepunktet. Dabei gewann er siebenmal drei Zähler und viermal einen. Mit Beginn des neuen Jahres läuft es der Mannschaft weniger gut. Vier Tage nach dem 1:2 bei den Argovia Stars zeigte sie gegen Bellinzona eine uninspirierte Leistung und fiel auf den siebten Tabellenrang zurück. Ihr Vorsprung auf den Neunten Uzwil beträgt acht Punkte. Keine Schuld an der Niederlage traf Torhüter Martin Remund, der für den erkrankten Marc Klingler spielte. Remund war vor zehn Jahren bei den Ausserrhodern in der 2. Liga Ersatz hinter Reto Frehner gewesen, in der Folge kam er in der zweiten Mannschaft des SCH und beim EHC St.Gallen zum Einsatz.

Herisau spielte nach vorne wenig dynamisch. Der Vorteil, wie üblich mit vier Blöcken angetreten zu sein (Bellinzona nur mit drei), fiel nicht ins Gewicht. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass die Einheimischen läuferisch ein grösseres Potenzial besassen. Die Herisauer verzeichneten zwar deutliche Feldvorteile, wussten mit diesen aber nichts anzufangen.

Als Herisau in der 36. Minute jubelte, versagte der Schiedsrichter dem Abschluss Aernis die Gültigkeit wegen einer «Kickbewegung». Einem Treffer nahe waren auch Pace im ersten, Bommeli und Grau im zweiten, Marco Koller und Bommeli im dritten Abschnitt. Zudem traf Pace nach einem Energieanfall Speranzinos den Pfosten (44.).

Letzte Krümel verschwunden

Die positiven Emotionen und die Ideen fehlten den Ausserrhodern. Schon zur Hälfte des ersten Drittels, als Herisau eben einen von nur zwei Ausschlüssen überstanden hatte und Spinetti im Nachschuss traf, waren die Weichen Richtung «Geduldsspiel» gestellt.

Viel unternahmen die Gäste nach vorne nicht; die letzten Krümel der Herisauer Zuversicht waren aber spätestens mit dem 0:2 in der 55. Minute verschwunden: Lachmatov bediente Cordiano, und dieser traf präzis. Die Linie mit dem bald 38-jährigen Vitali Lachmatov war die einzige mit Wirkung am Mittwochabend.

Mit dem Auswärtsspiel gegen Frauenfeld beendet der SCH diesen Samstag die beiden Grunddurchgänge von je elf Spielen. Es folgen vor Beginn der Playoffs und der Abstiegsrunde bis am 9. Februar für alle Mannschaften noch fünf Zusatzpartien in einer «regionalen» Gruppe. Herisau spielt dabei gegen die Pikes und Rheintal (zuhause) sowie gegen Arosa, Bellinzona und Prättigau (auswärts).

Herisau – Bellinzona 0:4 (0:1, 0:0, 0:3)

Sportzentrum. – 267 Zuschauer. – Sr. Zweidler, Vendrame/L. Nater.

Tore: 9. Spinetti (Tella) 0:1. 55. Cordiano (Lachmatov, Guidotti) 0:2. 59. (58:24) Guidotti (Spinetti, Herisau ohne Torhüter, Ausschluss Juri!) 0:3. 60. (59:21) Lachmatov (Spinetti, Guidotti, Herisau ohne Torhüter, Ausschluss Juri!) 0:4.

Herisau: Remund; Jeitziner, Hofstetter; Homberger, M. Koller; Olbrecht, Bohlhalder; Bleiker; Bommeli, T. Koller, Gartmann; Popp, Pace, Speranzino; Aerni, Rotzinger, Grau; Heinrich, Inauen, Holdener.

Bellinzona: Chmel; Spinetti, De Bernardi; Brazzola, Fratessa; D’Andrea, Franzoni; Taiana, Masa, Tella; Guidotti, Lachmatov, Cordiano; Locatelli, Juri, Invernizzi.

Strafen: Herisau 2-mal 2 Minuten, Bellinzona 7-mal 2 Minuten.

Bemerkungen: Herisau ohne Klingler (krank) und Hausammann (verletzt). 44. Pfostenschuss Pace.

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