Kaserne

Wie in der Gemeindechronik nachzulesen ist, hat Herisau eine lange Tradition als Militärplatz. Bereits im 17. und 18. Jahrhundert war es Sammelplatz aller hinterländischen Gemeinden. Als Arsenal diente das ehemalige Beinhaus bei der Kirche. Die heutige Kaserne geht auf das Jahr 1862 zurück.

Drucken
Teilen

Wie in der Gemeindechronik nachzulesen ist, hat Herisau eine lange Tradition als Militärplatz. Bereits im 17. und 18. Jahrhundert war es Sammelplatz aller hinterländischen Gemeinden. Als Arsenal diente das ehemalige Beinhaus bei der Kirche. Die heutige Kaserne geht auf das Jahr 1862 zurück. Damals rangen Teufen und Herisau um den Bau der Infanteriekaserne. Erst nach dem vierzehnten Mehren gab die Landsgemeinde Herisau den Vorzug. 1865 konnte der Kanton die neue Kaserne als Geschenk der Gemeinde entgegennehmen.

Die Übergabe an den Bund erfolgte 1882. Im Inventar der neueren Schweizer Architektur wird die Kaserne wie folgt beschrieben: «Nüchterner Walmdachbau auf Hufeisengrundriss, mit Seitenrisaliten: er «enthält 12 Offiziersschlafzimmer mit 39 Betten und 43 Soldatenschlafzimmer mit 728 Betten sowie geräumige Offiziers- und Soldatenkantinen. Im Erdgeschoss befindet sich eine Badeeinrichtung mit Brausen oder Douchen.» Der Bau stand unter der Oberaufsicht des St. Gallers Felix Wilhelm Kubly.

Als Herisau1917 zum Korpsammelplatz des Regiments 34 bestimmt wurde, erhielt es auch noch ein eidgenössisches Zeughaus. Dieses wird nun bekanntlich zur Polizeikaserne umfunktioniert. (pk)

Aktuelle Nachrichten