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Wer bleiben will, muss künftig im Rheintal arbeiten

Die Verlagerung von Maschinen nach Oberriet führt dazu, dass
mehrere Käsereimitarbeiter den Arbeitsort wechseln müssen. Nicht alle sind dazu bereit. Unter dem Strich verliert Schönengrund 17 Arbeitsplätze.
Martin Schneider
Die Platzverhältnisse am Standort in Schönengrund sind zu knapp. Ein Umzug von Maschinen wird nötig. (Bild: Martin Schneider)

Die Platzverhältnisse am Standort in Schönengrund sind zu knapp. Ein Umzug von Maschinen wird nötig. (Bild: Martin Schneider)

Bis anhin plagten die Appenzeller Milchspezialitäten AG in Schönengrund Platzprobleme. Nun hat sie sich entschlossen, enger mit der Imlig Käserei Oberriet AG und der Züger AG zusammenzuarbeiten und die Geschäftsaktivitäten zusammenzulegen. Konkret werden Ende Juni Maschinen, die der Abpackung des produzierten Käses dienen, von Schönengrund nach Oberriet zur Imlig Käserei verlagert. Für rund 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet dies, dass ihr zukünftiger Arbeitsplatz nicht mehr im Appenzellerland, sondern im Kanton St. Gallen sein wird. «Wir bieten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, zu denselben Bedingungen in Oberriet weiterzuarbeiten», sagt Marco Züger, Inhaber der Appenzeller Milchspezialitäten AG.

Marco Züger, Inhaber der Appenzeller Milchspezialitäten AG in Schönengrund (Bild: PD)

Marco Züger, Inhaber der Appenzeller Milchspezialitäten AG in Schönengrund (Bild: PD)

Sollte es Mitarbeitende geben, die zum Wechsel des Arbeitsortes nicht bereit sind, werde noch die Möglichkeit geprüft, ob ein interner Wechsel möglich ist. «Garantieren können wir das aber nicht», so Züger. Ob es im äussersten Fall auch zu Kündigungen kommt? Diese Frage stelle sich aktuell nicht, so Züger. Aktuell wisse er von zwei Personen, die sich einen Wechsel nach Oberriet nicht vorstellen können und daher von sich aus kündigen werden. Die restlichen betroffenen Mitarbeitenden seien zum Wechsel bereit.

Belegschaft in Schönengrund halbiert sich

Marco Züger ist sich bewusst, dass der eventuell längere Arbeitsweg eine zusätzliche Belastung sein kann. Die Räumlichkeiten für die Vorverpackung der Produkte sowie die Kühlmöglichkeiten seien in Schönengrund aber unzureichend. Weiter habe die Möglichkeit für eine räumliche Erweiterung des Betriebes nicht bestanden. «Ende des letzten Jahres mussten wir täglich mit einem Lastwagen mit vorverpacktem Käse zu einem Kühlhaus in Gossau fahren, weil der Platz nicht mehr ausreichte.» Auch der Bau einer weiteren Halle im Raum Neckertal sei geprüft worden, jedoch habe man kein passendes Grundstück gefunden.

Um weiterhin effizient und den Qualitätsvorgaben entsprechend produzieren zu können, habe es dringend eine Lösung gebraucht. Daher entschied sich Züger zur engeren Zusammenarbeit mit den beiden weiteren Firmen und der Verlagerung der Maschinen. «Die Imlig Käserei Oberriet AG hat viel Platz, aber noch keine Maschinen zur Vorverpackung. Und bei uns war es genau andersrum.» Die Zusammenführung der Geschäftsaktivitäten bedeute auch, dass die jeweiligen Firmen neu die Produkte der jeweils anderen Käsereien im Sortiment haben. Zudem könnten durch das breitere Produktesortiment die Kunden besser beliefert werden. Ab dem Sommer wird sich damit in Schönengrund bei der Appenzeller Milchspezialitäten AG noch die Käseproduktion sowie die Käselagerung befinden. Die Belegschaft im Appenzellerland wird sich folglich auf rund 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halbieren.

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