Karten werden neu gemischt

Am Wochenende lancieren die regionalen Fussballer die Spielzeit 2015/16. Gleich mehrere Vereine gehen als Favoriten ins Rennen. Dazu zählen der FC Bazenheid sowie die Frauen der Gemeinschaft Neckertal-Bütschwil. Letztere sind allerdings neu wieder auf der Suche nach einem Trainer.

Beat Lanzendorfer
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FUSSBALL. Am Wochenende beginnt eine Meisterschaft, in der die meisten Toggenburger ihre Fühler Richtung Spitze ausstrecken. Die Prognosen gehen dahin, dass niemand etwas mit dem Abstieg zu tun haben wird.

Topfavorit Bazenheid

Die Meinungen sind einhellig. In der 2. Liga lautet die Frage nicht: Wer steigt auf, sondern wer hinter Bazenheid Platz 2 belegt. Die Alttoggenburger konnten ihr eh schon überdurchschnittliches Kader sinnvoll ergänzen und sind noch stärker als letzte Saison einzustufen, als der Aufstieg wegen der schlechteren Fairnesswertung gegenüber Uzwil nicht gelang. Am gefährlichsten könnten der Stefanachi-Elf Tägerwilen und Winkeln werden. Schwierig einzustufen sind die Absteiger Amriswil und Arbon, denen es aber nach jetzigem Stand nicht ganz an die Spitze reichen wird.

Toggenburger unter sich

Vier der zwölf Mannschaften der 3. Liga Gruppe 4 sind im Toggenburg beheimatet. Alle haben die Qualität, einen Platz in der vorderen Tabellenhälfte zu beanspruchen. Den Platz an der Sonne dürften aber die Topfavoriten Bronschhofen und Weinfelden unter sich ausmachen. Beide scheiterten vor zwei Monaten äusserst knapp.

Schmales Kader

Ebnat-Kappel hat trotz überragender Rückrunde die sofortige Rückkehr in die 3. Liga nicht realisiert. Die Jungs um Trainer Jörg Stadelmann zählen jetzt wieder zum erlauchten Kreis der Favoriten, was auch die Aussage des Trainers widerspiegelt: «Wir wollen mehr Punkte als letztes Jahr!» Allerdings könnte das etwas kleine Kader zum Nachteil werden, sollten gleich mehrere Stammspieler ausfallen.

Problemfall Frauen

Die Kirchberger Frauen mussten nach dem Abstieg aus der Nationalliga B mangels Alternativen eine Zusammenarbeit mit Amriswil eingehen und starten einen Neubeginn in der 1. Liga. Nicht vor Problemen gefeit ist auch die Gemeinschaft Neckertal-Bütschwil.

Dort hat Neutrainer Zoran Zdravkovski nach wenigen Wochen das Handtuch geworfen. Beim 8:1-Cupsieg stand Spikochef Martin Stadler «temporär» an der Linie. Die Frauen sind aber so stark, dass sie auch ohne männliches Zutun an der Spitze mithalten können.