Kantonsstrasse Speicher-Speicherschwendi bleibt im Oktober zwei Wochen gesperrt

Entlang der Kantonsstrasse führt das Forstamt Teufen vom 5. bis am 16. Oktober Waldpflegemassnahmen durch. Diese dienen der Sicherheit der Strassenbenutzer und der Pflege des angrenzenden Schutzwaldes. Die Strasse ist während der Forstarbeiten jeweils zwischen 7.30 und 17 Uhr gesperrt. Eine Umleitung ist signalisiert.

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Ein Fällbagger erleichtert die Waldpflegearbeiten direkt an der Strasse.

Ein Fällbagger erleichtert die Waldpflegearbeiten direkt an der Strasse.

Bild: PD

In einer Medienmitteilung informiert die Kantonskanzlei über die Strassensperrung infolge von Waldpflegearbeiten. Die Dauer der Sperrung beträgt zwei Wochen, vom 5. bis zum 16. Oktober. Nachts und am Wochenende bleibt die Strasse ungehindert befahrbar.

Die Umleitung über St. Gallen - Speicher / Speicherschwendi - Rehetobel - Wald - Trogen - Speicher wird signalisiert. Der Postautokurs 190 Speicherschwendi - Speicher - Teufen wird über die Rickstrasse umgeleitet. Die Haltestellen Halden, Hinter dem Ack und Restaurant Sonne Speicherschwendi werden nicht bedient.

Die Waldpflegearbeiten werden durch das Forstamt Teufen in Zusammenarbeit mit einem Unternehmer ausgeführt. Für das Fällen der Bäume direkt an der Strasse kommen ein Fällbagger und teilweise ein LKW-Kran zum Einsatz.

Grund für die Arbeiten ist das Eschentriebsterben: Zahlreiche Eschen entlang der Kantonsstrasse zwischen Speicher und der Speicherschwendi sind davon befallen. Diese Eschen und weitere instabile Bäume sind ein Sicherheitsrisiko für die Kantonsstrasse; herunterfallende Äste und umfallende Bäume könnten Unfälle verursachen. Die Sicherheitsholzerei wird kombiniert mit einer Schutzwaldpflege in den angrenzenden Waldbeständen. Dabei werden standortsgerechte und entwicklungsfähige Bäume gezielt gefördert, damit sich ein stabiler Wald entwickeln kann. (kk)

Ein Pilz sorgt für das Baumsterben

Das Eschentriebsterben wird durch einen Pilz verursacht, der seinen Ursprung in Ostasien hat. Der Pilz wurde in den 1990er-Jahren nach Europa eingeführt; in der Schweiz wurde die Erkrankung im Jahr 2008 zum ersten Mal nachgewiesen. Die Baumkrankheit wird durch Sporen über den Wind verbreitet und infiziert die Bäume über die Blätter oder den Stammfuss.

Betroffen sind Eschen aller Altersklassen. Das Eschentriebsterben äussert sich beim befallenen Baum zuerst mit einer Braunfärbung der Blätter, später mit einem Verdorren von Zweigen und einer Auflichtung der Krone und schlussendlich mit dem Absterben des Baumes. Es gibt nach heutigen Kenntnissen keine Massnahmen zur Bekämpfung des Eschentriebsterbens.

Gemäss Erfahrungen in Osteuropa, wo die Krankheit bereits früher auftrat als in der Schweiz, ist ein kleiner Teil der Eschen aber resistent gegenüber dem Eschentriebsterben. (kk)

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Philipp Stutz