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KANTONSRAT: Ausserhodens Anteil am Kispi

An seiner nächsten Sitzung behandelt das Kantonsparlament den Darlehensanteil Ausserrhodens am Neubau des Ostschweizer Kinderspitals. Knapp 14 Millionen Franken soll Ausserrhoden beisteuern.
Bruno Eisenhut
Am Kantonsspital stehen Visiere fürs neue Kinderspital (brauner Teil). Der Kantonsrat entscheidet über den finanziellen Anteil Ausserrhodens. (Bild: Urs Bucher)

Am Kantonsspital stehen Visiere fürs neue Kinderspital (brauner Teil). Der Kantonsrat entscheidet über den finanziellen Anteil Ausserrhodens. (Bild: Urs Bucher)

Bruno Eisenhut

bruno.eisenhut@appenzellerzeitung.ch

Läuft alles nach Plan, beginnen die Bauarbeiten für das neue Ostschweizer Kinderspital in St. Gallen im zweiten Quartal 2019. Beim Neubau handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt in der Höhe von gut 172 Millionen Franken. Die Regierungen der Trägerkantone Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, St. Gallen, Thurgau und dem Fürstentum Lichtenstein unterstützen das Projekt. Die Kosten werden auf die Träger aufgeteilt, Ausserrhoden soll einen Anteil von knapp 14 Millionen Franken übernehmen. An seiner nächsten Sitzung vom 19. Februar beantragt der Regierungsrat beim Kantonsrat die Genehmigung dieses Kreditanteils. Im Antrag der Regierung heisst es, dass das Darlehen zu Marktkonditionen verzinst werde. In Zahlen heisst dies, dass der Anteil über 29 Jahre amortisiert wird und das Darlehen für die ersten fünf Jahre zu einem Zinssatz von 1,5 Prozent verzinst wird. Für die folgende fünf Jahre soll der Zinssatz zwei Prozent betragen. Später werde der Zinssatz neu festgelegt. Das heutige Kinderspital wurde 1963 erbaut. Das Ostschweizer Kinderspital übernimmt für die Trägerkantone und das Fürstentum Liechtenstein Leistungen in der Grund- und Zentrumsversorgung in der Kinderheilkunde, insbesondere in der Kinder- und Jugendchirurgie und Jugendmedizin. Obwohl seit der Erstellung der Klinik verschiedene Um- und Anbauten realisiert worden sind, genügt das Gebäude den heutigen Anforderungen nicht mehr. Dies betrifft neben dem Bettentrakt auch andere Bereiche, wie die Notfallaufnahme, die Intensivpflegestation oder den Operationsbereich. Seit Jahren hatte die Stiftung Ostschweizer Kinderspital mit der Planung von Um- und Neubauten am bestehenden Standort begonnen. Im Zusammenhang mit der Erarbeitung eines Masterplans für das Kantonsspital St. Gallen zeigte es sich, dass eine Verlegung des Kinderspitals auf das Areal des Kantonsspitals St. Gallen früher als ursprünglich geplant realisiert werden kann. Ein Neubau wurde deshalb anderen Varianten vorgezogen.

Ausserrhoden und Thurgau noch offen

Wenn sich der Ausserrhoder Kantonsrat in Bälde mit dem Kredit befasst, wird er nicht der erste Träger sein, der den finanziellen Anteil freigibt. Appenzell Innerrhoden hat an der Landsgemeinde 2015 dem Anteil über rund 3,5 Millionen Franken zugestimmt. Der Landtag, das Parlament des Fürstentum Lichtenstein, hat im Dezember 2015 den Anteil von rund vier Millionen gutgeheissen und St. Gallen hat in der Volksabstimmung vom November 2014 einem Anteil von mehr als hundert Millionen zugestimmt. Im Kanton Thurgau wird das vom Regierungsrat genehmigte Darlehen über rund 25,4 Millionen Franken dem Kantonsrat und dem Volk unterbreitet. Damit der geplante Neubau realisiert werden kann, müssen sämtliche Träger der Darlehensgewährung zustimmen.

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