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KANTONSFINANZEN: Schwarze Zahlen vor schwarzem Bildschirm

Zum letzten Mal hat Thomas Rechsteiner als Säckelmeister die Kantonsfinanzen präsentiert. Das Ergebnis bezeichnet er als «erfreulich». Hinter die Investitionstätigkeit setzt er ein Ausrufezeichen.
Roger Fuchs
Thomas Rechsteiner präsentiert die Rechnung 2017. Der Bildschirm im Standeskommissionzimmer bleibt schwarz. Dasselbe gilt für die Zahlen. (Bild: Roger Fuchs)

Thomas Rechsteiner präsentiert die Rechnung 2017. Der Bildschirm im Standeskommissionzimmer bleibt schwarz. Dasselbe gilt für die Zahlen. (Bild: Roger Fuchs)

So schwarz wie der nicht funktionierende Fernsehbildschirm, so schwarz die Zahlen der Innerrhoder Jahresrechnung 2017: Das operative Ergebnis fällt bei Aufwendungen von 156 Millionen Franken um 10,5 Millionen Franken besser aus als budgetiert, wie Säckelmeister Thomas Rechsteiner gestern gegenüber den Medien informierte. Unter Berücksichtigung der ausserordentlichen Aufwände und Erträge schliesst die Rechnung mit 2,3 Millionen Franken im Plus.

Für Thomas Rechsteiner ist es nach sieben Jahren im Amt als Säckelmeister die letzte Rechnungspräsentation. An der Landsgemeinde übergibt er an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Dies tue er mit einem guten Gefühl, antwortet er auf eine entsprechende Frage. Die Struktur der Kantonsfinanzen sei stabil. Es gebe keinen Ausreisser, der nicht beeinflussbar oder nicht bekannt sei. Überdies hätten die Rechnungen der letzten Jahre nicht nur positiv abgeschlossen werden können, sondern auch Sondereffekte hätten sich ergeben. In kaum einem anderen Kanton seien die Verwaltungsbauten auf Null abgeschrieben, fügt er konkret an.

Bildung von Vorfinanzierungen

Im Rahmen der Ausführungen gehen Thomas Rechsteiner und Landesbuchhalter Josef Manser vertieft auf die eingangs erwähnten ausserordentlichen Ausgaben und Erträge ein. Die Erträge beziehen sich hauptsächlich auf eine unerwartete Zusatzausschüttung der Schweizerischen Nationalbank in der Höhe von 900 000 Franken sowie die Auflösung von Vorfinanzierungen für das Alters- und Pflegezentrum, für den Wasserbau, die Schutzbauten Wasser sowie für die Sanierung von Bahnübergängen. Auf der ausserordentlichen Aufwandseite sind die Vorfinanzierungen für das Hallenbad im Umfang von 2,4 Millionen Franken und für den Ausbau der Eggerstandenstrasse von 4,6 Millionen Franken integriert. Zu beiden Projekten hat der Souverän bereits grünes Licht gegeben.

Der Ertragsüberschuss von 2,3 Millionen Franken wird dem Eigenkapital gutgeschrieben, das per Ende letzten Jahres 134,4 Millionen Franken betrug. Obschon ein Teil der Gelder zweckgebunden ist, spricht Josef Manser von einer unvergleichbar soliden Finanzdecke.

Ausrufezeichen bei den Investitionen

Investiert wurde im 2017 vergleichsweise wenig: 6,2 Millionen Franken. Diese konnten komplett aus den erwirtschafteten Mitteln finanziert werden. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt aufgrund der tiefen Nettoinvestitionen bei 189 Prozent. Der Grund für die Investitionsflaute liegt im Umstand, dass man bei der Budgetierung von mehr Projekten ausging, die im 2017 ausgelöst werden können. Unter anderem hat sich gemäss Rechsteiner die Erneuerung diverser Strassenabschnitte verzögert. Dasselbe gilt für ein Projekt bei der ARA Jakobsbad. Auch Investitionen ins alte Spital wurden keine mehr getätigt. Und das geplante neue Hallenbad hat bislang noch keine grossen Kosten verursacht.

Noch eins fällt in der Rechnung auf: Der gemeinwirtschaftliche Betrag an Notfall und Rettungsdienst lag bei 2,2 Millionen — also höher als die 1,5 Millionen in der Planerfolgsrechnung für das geplante «AVZ+». Der Ausbau des Notfalls auf 24 Stunden anfangs Jahr habe in einem ersten Schritt mehr Personalressourcen benötigt, begründet Rechsteiner.

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