Kantonales Musikfest kommt 2020 nach Heiden

Der Appenzeller Blasmusikverband hat an seiner Delegiertenversammlung über die Ausrichtung des Appenzeller Kantonalmusikfest informiert. Vor teils illustrem Publikum wurden zudem besonders taltentierte und verdiente Musikanten geehrt.

Karin Steffen
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Diese 16 Mitglieder wurden an der Delegiertenversammlung geehrt. (Bild: Karin Steffen)

Diese 16 Mitglieder wurden an der Delegiertenversammlung geehrt. (Bild: Karin Steffen)

Das Appenzeller Kantonalmusikfest (AKMF) findet vom 5. bis 7. Juni 2020 in Heiden statt. Die Organisation übernimmt die Jugendmusik Heiden unter OK-Präsident Norbert Näf. Der OK-Vize Präsident und gleichzeitige Präsident der Jugendmusik Heiden, Reto Bischofberger, informierte an der Delegiertenversammlung (DV) des Appenzeller Blasmusikverbands (ABV) von letztem Samstag über den Stand der Planung.

Demnach stellen sich die teilnehmenden Vereine im Kursaal und in der evangelischen Kirche den Juroren, auf der Rosentalstrasse messen sie sich in der Parademusikkonkurrenz. Die Festmeile befindet sich voraussichtlich auf der Seeallee. Bereits haben sich einige Vereine für den Musikwettbewerb angemeldet. Das OK rechnet mit Anmeldungen von rund 45 Vereinen. Das Fest soll eines der kurzen Wege werden: Das ganze Festareal liege innerhalb 500 Metern.

ABV-Preisträger spielt in Partyband

Erstmals wurden die ABV-Preise «Jugend fördern» und «Jugend belohnen» verliehen. Wie die ABV-Präsidentin Claudia Frischknecht bemerkte, gebe die DV den Preisträgern den passenden Stellenwert. Aus den eingegangenen Nominationen wählte der ABV-Vorstand unter Mitwirkung von Margrit Bürer, Leiterin Amt für Kultur, Benedikt Müller von der Musikgesellschaft Schönengrund-Wald zum Preisträger «Jugend belohnen». Der 20-jährige Trompeter habe erst relativ spät mit der Blasmusik begonnen, aber schnell grosse Fortschritte gemacht, begründete Silvia Preisig, Präsidentin der Musikgesellschaft Schönengrund-Wald die Wahl. So spiele er im Dorfverein und auch in der Regionalband Liberty Junior mit. Mit sechs Kollegen habe er die Partyband BombrasstisCH, gegründet, welche das etwas verstaubte Image der Blasmusik aufpolieren will. Getreu dem Motto: «Make Blasmusik great again». Ebenfalls wisse er als Registerleiter in den vereinseigenen Musiklagern die jungen Musikanten zu begeistern und zu motivieren. Das Preisgeld beläuft sich auf 500 Franken zur freien Verfügung des Preisträgers. Im Moment absolviert Müller die Trompeter-RS, weshalb er den Preis nicht persönlich entgegennehmen konnte. Den ABV-Preis «Jugend fördern» wurde Brigitte Gerber, Vorstandsmitglied der Jugendmusik Heiden, verliehen. Wie der Präsident, Reto Bischofberger, sagte, engagiert sich Gerber seit zwölf Jahren sehr aktiv im Verein. «Sie ist immer da, wenn man sie braucht», brachte es Bischofberger auf den Punkt. Auch sie war an der Preisverleihung nicht anwesend. Das Preisgeld von 1 000 Franken soll in die Jugendförderung fliessen.

«Es lebe die Blasmusik»

Zu den Gästen gehörten auch Ständerat Andrea Caroni, Nationalrat David Zuberbühler, der neue Landamann Alfred Stricker, sowie zahlreiche Verbandspräsidenten aus befreundeten Musikverbänden. Alfred Stricker überbrachte die Grussworte des Regierungsrats AR. Er betonte dabei die grosse Bedeutung der Blasmusikvereine für die Öffentlichkeit und anerkennt die grosse Leidenschaft mit der die Musikanten ihrem Hobby nachgehen.

Grüsse aus dem Bundeshaus überbrachte Andrea Caroni in Form eines Liederbüchleins mit Widmung der Bundeshausband. Gleichzeitig offeriert er den Verbandsvereinen eine pro bono Rechtsberatung. Abschliessend wies der Präsident des Schweizerischen Blasmusikverbandes, Valentin Bischof, auf das eidgenössische Musikfest hin, das 2021 in Interlaken stattfinden wird. Abschliessend sprach er den Anwesenden aus dem Herzen: «Es lebe die Blasmusik».