Kantonaler Besuch beim Vernetzungsprojekt Nesslau

Die kantonale Vernetzungskommission und weitere involvierte Amtsstellen des Kantons St. Gallen informierten sich dieses Jahr über die Vernetzungsprojekte Nesslau und Stein und das Landschaftsqualitätsprojekt Obertoggenburg.

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Vertreter des Kantons und die Bewirtschafter aus Nesslau und Stein diskutieren über die Massnahmen im Vernetzungs- und Landschaftsqualitätsprojekt. Bild: pd

Vertreter des Kantons und die Bewirtschafter aus Nesslau und Stein diskutieren über die Massnahmen im Vernetzungs- und Landschaftsqualitätsprojekt. Bild: pd

Die Verantwortlichen diverser kantonaler Amts- und Kontrollstellen mit den Kommissionsmitgliedern der Vernetzungsprojekte Nesslau und Stein trafen sich am 31. August zu einer Feldbegehung in Nesslau zum Thema Vernetzung und Landschaftsqualitätsbeiträge. Die gut 20 Personen konnten sich vor Ort ein Bild über die Umsetzung, die Fortschritte aber auch die alltäglichen Probleme bei der Bewirtschaftung ökologischer Ausgleichsflächen machen. Köbi Wickli als Präsident der Vernetzungskommission Nesslau begrüsste die Teilnehmenden. Der begleitende Planer Markus Wortmann von der Scherrer Ingenieurbüro AG aus Nesslau führte die Gruppe zu verschiedenen Standorten in der Gemeinde und stellte die Ergebnisse der letzten beiden Vertragsperioden vor. Neben den extensiv genutzten Weiden wurden Waldränder, extensive Wiesen, Hecken und Lebhäge angeschaut sowie deren Funktion für die Vernetzung erklärt.

Rückmeldungen sind wichtig

Für die Kantonsvertreter war es besonders wichtig, eine Rückmeldung der Bewirtschafter zu erhalten, um sich über die Umsetzung der einzelnen Massnahmen ein Bild machen zu können. Das Vernetzungsprojekt Nesslau ist auf sehr gutem Wege hinsichtlich des Anteils ökologisch wertvoller Flächen. So wurden in den vergangenen Jahren über 60 ha zusätzliche Vernetzungsflächen geschaffen, und der Anteil ökologischer Ausgleichsflächen an der landwirtschaftlichen Nutzfläche konnte von 18% auf über 20,4% gesteigert werden. Die Ziele, die sich die Projektgruppe vor zehn Jahren gesetzt hatte, wurden weit übertroffen. Auch die Kantonsvertreter zeigten sich zufrieden mit der Entwicklung in Nesslau.

Neben der Vernetzung wurde auch über das Landschaftsqualitätsprojekt Obertoggenburg diskutiert. Dazu wurde eine typische Voralp, wie sie im Toggenburg häufig vorkommt, besucht. Die traditionelle lange Weideruhezeit, die typischen Lesesteinmauern, Alpzimmer und exponierte Einzelbäume sind Elemente, die von Landschaftsqualitätsbeiträgen profitieren können. Für die Teilnehmer war es wichtig zu erfahren, wie diese Massnahmen und deren Abgeltung vor Ort ankommen.

Eine einmalige und bereichernde Situation

An den einzelnen Standorten fanden rege Diskussionen statt, bei denen neben den Vertretern der Trägerschaft Vertreter des Landwirtschaftsamtes, des Kantonsforstamtes, des Areg, die Landwirtschaftsberater aus Salez, die Vertreter des Kontrolldienstes KUT und auch das Amt für Jagd, Natur und Fischerei mit Amtsvorsteher Dominik Thiel beteiligt waren. Für die Vernetzungskommission von Nesslau war es eine einmalige und bereichernde Situation, mit allen beteiligten Amts- und Kontrollstellen diskutieren zu können. Beim abschliessenden Apéro konnten die Themen in kleinen Gesprächsgruppen intensiviert werden.

Die Fortführung des Projektes wird von allen Beteiligten unterstützt. Die Vernetzungskommissionen von Nesslau und Stein werden in den nächsten Monaten über das weitere Vorgehen entscheiden und alle Bewirtschafter der heutigen Gemeinde Nesslau über eine Fortführung informieren. (pd)