Kanton will Böden besser kennen

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Appenzell Appenzell Innerrhoden will vertiefte Kenntnisse über die Bodenqualität bekommen. Man lässt deshalb die sogenannten Fruchtfolgeflächen, also landwirtschaftlich wertvolle und fruchtbare Gebiete, die potenziell ackerfähig sind, untersuchen. Auch angrenzende Gebiete werden in die bodenkundlichen Überprüfungen einbezogen. Insgesamt ist in der Medienmitteilung von 400 ha Land die Rede. Projektleiter ist Albert Kölbener-Rusch vom Amt für Umwelt.

Eine Bodenkarte sei auch sonst nützlich, heisst es weiter. Sie enthalte wichtige Informationen zum Aufbau und zur chemischen Zusammensetzung des Bodens, bis auf eine Tiefe von 50–150 cm. Solche Bodendaten seien wertvoll für die Landwirtschaft, beim Landabtausch und bei Güterzusammenlegungen, für die Raumplanung, für den Naturschutz, für den Quellschutz und den allgemeinen Grundwasserschutz oder für die Hochwasserproblematik.

Die Bodeneigenschaften werden mit Handbohrgeräten erhoben. Auf ausgewählten Flächen werden mit dem Bagger Gruben, sogenannte Bodenprofile, geöffnet. Die betroffenen Grundeigentümer und Bewirtschafter werden vom Kanton schriftlich benachrichtigt. Der Zeitplan sieht wie folgt aus: Im Juli/August findet eine erste Begehung statt. Das Gelände wird mit dem Bohrstock grob erkundet. Im September werden ausgewählte Bodenprofile ausgehoben. Die detaillierte Feldkartierung der Böden mit Handbohrstöcken folgt im Spätherbst und wird im Frühjahr und allenfalls im Herbst 2018 fortgesetzt. Auch ist vorgesehen, die Öffentlichkeit im Spätherbst vor Ort zu orientieren. (pd)