Kanton übergibt Neue Steig an Gemeinde

HERISAU. Ab dem 1. Juni gehören die Neue Steig sowie die Schmiedgasse nicht mehr zum Kantonsstrassennetz. Gestern hat Regierungsrat Jakob Brunnschweiler die Abschnitte der Gemeinde übergeben. Noch fehlt der Deckbelag, dann ist die Sanierung abgeschlossen.

Jesko Calderara
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Übergabe der sanierten Neuen Steig: Herisauer Gemeindepräsident Renzo Andreani, Regierungsrat Jakob Brunnschweiler und Kantonsingenieur Urban Keller. (Bild: cal)

Übergabe der sanierten Neuen Steig: Herisauer Gemeindepräsident Renzo Andreani, Regierungsrat Jakob Brunnschweiler und Kantonsingenieur Urban Keller. (Bild: cal)

Seit April 2013 wird an der Neuen Steig in Herisau gebaut. Unterdessen sind die Arbeiten beinahe abgeschlossen. Gestern hat der Kanton die Neue Steig sowie die Schmiedgasse vom Einlenker Poststrasse bis zum Abzweiger in die Neue Steig an die Gemeinde übergeben. «Wir sind froh, dass Herisau die Strassen übernimmt», sagte Regierungsrat Jakob Brunnschweiler, Vorsteher des Departements Bau und Umwelt. Diese gehörten nicht ins Kantonsstrassennetz. Die Gemeinde werde eine fertig erneuerte Strasse erhalten, sagte Brunnschweiler.

Tempo-30-Zone geplant

In den Besitz Herisaus gehen die beiden Strassenabschnitte am 1. Juni über. Die Gemeinde wird ab diesem Zeitpunkt für den Unterhalt und den Winterdienst zuständig sein. Sie plant zudem, das Temporegime zu ändern. Künftig beträgt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit 30 Stundenkilometer. Noch ist die Sanierung der Neuen Steig allerdings nicht fertig. Im Mai oder Juni soll der Deckbelag eingebaut werden. Im Voranschlag rechnete der Kanton mit einem Aufwand von 4,1 Millionen Franken. Sie lägen deutlich unter dem Budget, sagte Kantonsingenieur Urban Keller. Als Grund dafür nannte er Synergien, welche der Kanton dank der Zusammenarbeit mit der Bauherrschaft des Steig Centers habe nutzen können. So wurde eine Stützkonstruktion gemeinsam erstellt und die Kosten entsprechend aufgeteilt.

Durchgehender Gehweg

Die Neue Steig ist rundum erneuert und mit einem durchgehenden Gehweg ergänzt worden. Das Steig Center bringe zusätzliche Frequenz, gab Urban Keller zu bedenken. «Daher macht ein Trottoir Sinn.» Teil des Projekts waren auch die Sanierung des Bahnübergangs und das Pflanzen einiger Hainbuchen am Strassenrand. Früher standen an gleicher Stellte Birken. Grössere Probleme habe es während der Bauphase keine gegeben, sagte Keller. Reklamationen etwa seien grösstenteils ausgeblieben. «Für eine gewisse Zeit sperrten wir die Neue Steig.» Die Anwohner hätten dann zwar Baulärm, dafür aber keine Belastung durch den Verkehr gehabt, sagte der Kantonsingenieur.