Kanton in unmittelbarer Gefahr?

Regierungskandidat Stricker: «Ich denke gerne selber» Ausgabe vom 27. September 2014

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LESERBRIEF

In der Ausgabe der Appenzeller Zeitung vom vergangenen Samstag (Seite 37) ist die Kandidatur von Landwirt Alfred Stricker, Stein, für einen Sitz in der Regierung von Appenzell Ausserrhoden vorgestellt worden. Der parteiunabhängige Kandidat lässt sich darin vielsagend wie folgt zitieren: «Ich denke gerne selber.» Diese Aussage ist höchst erstaunlich und auch leicht merkwürdig, weil ich aufgrund meiner bisherigen politischen Erfahrungen immer davon ausgegangen bin, dass alle parteiunabhängigen und partei-abhängigen Kandidatinnen und Kandidaten gerne selber denken. Der Kandidat bringt aber seine Aussage in einen direkten Zusammenhang mit der Tatsache, dass er keiner Partei angehöre und niemals einer solchen angehören wolle. Und hier folgender Hinweis: Die 7 Mitglieder in unserer Regierung sind im Sinne des Kandidaten, der Wert legt auf die Qualifikation «parteiunabhängig», allesamt parteiabhängig. Sind sie bloss deshalb nicht in der Lage, selbständig zu denken? Wenn dem so wäre, stünde unser Kanton in unmittelbarer Gefahr. Also muss gehandelt werden! Neugierig und ungeduldig warte ich deshalb auf eine offizielle Stellungnahme aus dem Regierungsgebäude.

Beat Langenegger, Städeli 186

9414 Schachen-Reute