Kandidatur als logischer Schritt

Markus Hilber gehört seit zwölf Jahren dem Gemeinderat Heiden an. Er kandidiert am 12. April als Nachfolger von Gemeinderatspräsident Norbert Näf. Der 47-Jährige will das Zentrum stärken und neue Detaillisten ansiedeln.

Jesko Calderara
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Markus Hilber will die Gemeinde Heiden als Gemeindepräsident in die Zukunft führen. (Bild: cal)

Markus Hilber will die Gemeinde Heiden als Gemeindepräsident in die Zukunft führen. (Bild: cal)

HEIDEN. Bei den Gesamterneuerungswahlen am 12. April können die Stimmberechtigten aus einem Quartett an Kandidierenden den neuen Gemeindepräsidenten bestimmen. Auch Markus Hilber strebt die Nachfolge von Norbert Näf an, der auf Ende Mai seinen Rücktritt eingereicht hat. «Nach zwölfjähriger Tätigkeit im Gemeinderat ist die Kandidatur ein logischer Schritt», sagt er. Entweder man trete zurück oder suche eine grössere Herausforderung. Er habe umfassende politische Erfahrungen gesammelt und während seiner Amtszeit Einblicke in verschiedene Bereiche erhalten. Hilber leitete die Bau- sowie Umweltkommission und war Vizegemeindepräsident.

Zurzeit ist der 47-Jährige Präsident der Heimkommission. Dass die Schliessung des Altersheims Müllersberg zu seinen schwierigsten Aufgaben gehörte, verhehlt Hilber im Gespräch nicht. Er überlegt kurz und sagt mit spürbarer Begeisterung für die Gemeinde Heiden: «Es war rückblickend der richtige Entscheid.»

Nebst der Reorganisation der Heime erwähnt Markus Hilber die Verleihung des Labels «Energiestadt» und die Sanierung des Dunantplatzes als weitere Erfolge. Es bereite ihm Freude, gemeinsam mit den unterschiedlichsten Menschen nach Lösungen zu suchen. In der Funktion des Gemeindepräsidenten könne man in dieser Hinsicht einiges bewegen, sagt Hilber. Der gelernte Schreiner und heutige Mitinhaber der Himas GmbH Informatikschulungen verweist zudem auf seine Führungserfahrungen, die er über die Jahre erworben hat.

Idee einer Downhill-Strecke

Bei den anstehenden Wahlen will der fünffache Familienvater, der 2005 ein Nachdiplomstudium an der Fachhochschule St. Gallen für Gemeinderäte in Ausserrhoden absolvierte, auch ein Mandat im Kantonsrat gewinnen. Es gebe auf Gemeindeebene zahlreiche Schnittstellen zum Kanton. Solche Interessen könnten am besten im Kantonsrat wahrgenommen werden. Falls er beim Kampf ums Gemeindepräsidium als Sieger hervorgeht, will Hilber verschiedene Projekte realisieren. Eines seiner Ziele ist die Ansiedlung zweier neuer Detaillisten. «Solche Geschäfte tragen zur Belebung des Zentrums bei.» Vorstellen könnte sich der Kandidat darüber hinaus eine Downhill-Strecke beim Skilift und einen Kletterpark. Als weiteres Anliegen würde Hilber die Idee eines Nachtbusses prüfen, der im Appenzeller Vorderland einzelne Weiler verbindet.

Keine Unterstützung der SVP

Auffallend bei der Ausmarchung um das Gemeindepräsidium ist die ungewöhnliche parteipolitische Konstellation. So gehört Hilber zwar der SVP an und bezeichnet sich als rechtsbürgerlich, kann aber trotzdem nicht auf den Support seiner Partei zählen. Er politisiere nicht immer auf Parteilinie und vertrete etwa bei ökologischen Fragen eine eigenständige Meinung, sagt der Betroffene.

Alexander Zigerlig, Präsident der SVP Heiden, verweist demgegenüber auf die Arbeit der Findungskommission. Die Partei sei darin vertreten gewesen und stehe nach wie vor hinter dieser Vorgehensweise. «Hilber hingegen hat sich auf eigenen Wunsch entschlossen, ausserhalb der SVP und Findungskommission anzutreten.»

In den nächsten Tagen erscheinen noch die Porträts von Gallus Pfister und Christian Funke.