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TVO-Talk zu den Ausserrhoder Ständeratswahlen: Andrea Caroni und Reto Sonderegger sind sich in keinem einzigen Punkt einig

Im TVO-Talk trafen die Ausserrhoder Ständeratskandidaten Andrea Caroni und Reto Sonderegger aufeinander. Schnell wurde klar: Die beiden vertreten unterschiedliche Ansichten. In allen Punkten.
Astrid Zysset
Im TVO-Talk: (v.l.) Ständerat Andrea Caroni (FDP), Moderator Stefan Schmid und Reto Sonderegger (SVP). (Bild: Astrid Zysset)

Im TVO-Talk: (v.l.) Ständerat Andrea Caroni (FDP), Moderator Stefan Schmid und Reto Sonderegger (SVP). (Bild: Astrid Zysset)

Vor vier Jahren konnte Andrea Caroni (FDP) noch ohne Gegenkandidat den Sitz im Ständerat für sich beanspruchen. Bei den kommenden Parlamentswahlen vom 20. Oktober ist das anders. Reto Sonderegger (SVP) tritt gegen ihn an. Gegen den Willen seiner Partei. Die Ausserrhoder SVP unterstützt Caroni. Am TVO-Talk stellten sich beide Kandidaten den Fragen von Stefan Schmid, Chefredaktor des «St.Galler Tagblatts».

Und dort machte Sonderegger deutlich, warum er sich zur Kandidatur entschlossen hat. Dass Caroni «kampflos ins Stöckli einmarschieren» kann, wollte er nicht zulassen. Sein Entscheid, sich zur Wahl zu stellen, kam für viele überraschend. Auch für Caroni. Jener führte aus, dass er an der Delegiertenversammlung der SVP AR zugegen war und «hart, aber fair in die Mangel genommen wurde», bevor die Partei ihn für den Ständerat nominierte. Über Sondereggers Ambition wusste damals noch niemand Bescheid.

Caroni kann der Gegenkandidatur aber auch Gutes abgewinnen: Er erhalte jetzt öfters Gelegenheit, Red und Antwort zu stehen. Vor vier Jahren wurde er zu vielen Wahlveranstaltungen nicht mal eingeladen.

Überall Differenzen

Schmids Fragen machten deutlich, dass die Kandidaten in ihren Ansichten unterschiedlicher kaum sein könnten. Während Caroni das EU-Rahmenabkommen aufgrund der Rechtssicherheit, das dieses mit sich bringen würde, im Kern guthiess, lehnte es Sonderegger ab. Bei der Frage nach höheren Benzin- und Flugverkehrssteuern, um die CO2-Emissionen zu senken, erachtete Caroni es als sinnvoll, dass die Kosten nach dem Verursacherprinzip getragen würden, machte aber auch deutlich, dass der Benzinpreis nicht beliebig erhöht werden dürfe.

Sonderegger fand eine Erhöhung des Benzinpreises hingegen klimapolitisch als «wirkungslos». Er sei umweltfreundlich gesinnt, wolle das Augenmerk aber eher auf die mangelnde Biodiversität oder die Trinkwasserverschmutzung lenken. Die Trinkwasser-Initiative befürworte er deshalb auch. Caroni empfand sie als zu «starr».

Und den zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub, den der Nationalrat guthiess, umschrieb Caroni mit «toll», sähe es aber lieber, wenn eine Elternzeit eingeführt würde. Sonderegger sah dies anders und umschrieb den Urlaub als «unnötig». Die zwei Wochen sollten lieber der Mutter angerechnet werden.

Der ganze Talk zum Nachschauen:

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