Kampfkunst neben Kraft

Nach einer dreiwöchigen Umbauphase und dem Abschluss der Trainerausbildung in Magglingen erweitert Schulleiter Peer Steinkellner das Angebot durch einen Fitnessraum der anderen Art.

Urs Huwyler
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In der Kampfkunstschule von Peer Steinkellner steht neu auch ein «Old School»-Fitnessraum zur Verfügung. (Bild: Urs Huwyler)

In der Kampfkunstschule von Peer Steinkellner steht neu auch ein «Old School»-Fitnessraum zur Verfügung. (Bild: Urs Huwyler)

WATTWIL. Der Ausbau in der Wattwiler Kampfkunstschule «Xing Wu Guan» kündigte sich an, nachdem sich Schulleiter Peer Steinkellner in Magglingen zum «Konditionstrainer Swiss Olympic» ausbilden liess.

Nach alter Schule

Durch bauliche Massnahmen liessen sich einerseits die beiden Trainingsräume vergrössern, und andererseits wurde die bisherige kleinere Halle frei. «Ich entschied mich, einen Fitnessraum einzurichten. Die Schüler», so Steinkellner, «erhalten dadurch die Möglichkeit, neben der Technik auch die Athletik zu verbessern.» Dank der im März erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung kann er die Schützlinge fachmännisch instruieren und betreuen. Im Vergleich zu gängigen Fitnesszentren fällt neben der «Power Plate»-Maschine (Vibrationstraining) die etwas andere, ursprüngliche Gerätewahl auf. Auf «Schnickschnack» wird verzichtet. «Old School» nennt Peer Steinkellner seinen Maschinenpark. «Entscheidend ist, dass alle Muskelpartien trainiert werden können. Unsere Geräte sind zwar etwas älter, aber revidiert, die Polster neu überzogen. Und wir sind billiger. Was wollen wir mehr? Andere Angebote bestehen in Wattwil bereits.»

Nicht nur Kampfschüler sind ab Freitag an der Bleikenstrasse willkommen, können gecoacht werden, sich einer Leistungsdiagnostik unterziehen oder einen Trainingsplan erstellen lassen. Nach der Einführung durch Peer Steinkellner erhalten die Old-School-Mitglieder einen Badge und damit jederzeit freien Zugang in die Muskelschmiede, wo die Philosophie «Training mit dem eigenen Körpergewicht» vorherrscht.

Fronarbeit geleistet

Die noch grösseren Veränderungen betreffen allerdings den Kampfkunstbereich. Neu stehen zwei grosse Trainingshallen zur Verfügung, die sich durch eine Schiebetüre verbinden lassen. Eine Garderobe mit Dusche, ein Aufenthalts- und Materialraum sowie ein Büro sind ebenfalls realisiert worden.

«Beeindruckend ist für mich, wie viele Schüler in Fronarbeit am insgesamt bereits vierten Umbau mitgeholfen haben. Ohne die fachmännische Hilfe, beispielsweise durch Markus Zwyssig, den Vater einer Schülerin, wäre die Realisierung innerhalb von drei Wochen unmöglich gewesen.» Bis die Bauarbeiten abgeschlossen sind, dürfte es noch einige Tage dauern. Die Verlegung der Matten, die Malerarbeiten im Treppenhaus, es gibt noch einiges zu tun. «Wir werden fertig», verspricht eine statt Sanda kämpfende im Akkord putzende Hotelfachfrau. Sie sagt dies inmitten der Baustelle mit einer derartigen Überzeugung, dass es so sein muss. Die Vorfreude ist bei ihr sicht- und spürbar.

Inzwischen fanden tatsächlich die ersten Kampfkunsttrainings statt. «Alles zusammen war während der letzten Wochen viel», gesteht Peer Steinkellner. «Doch wir sind nun in jeder Beziehung gut aufgestellt.»

Die ganz grosse Freude folgt im September. Dann wird Peer Steinkellner nämlich Vater.

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