Kalter Mai vermiest Spitzensaison – die Saisonbilanz der Appenzeller Badis

Die Badisaison 2019 geht zu Ende. Nicht alle Freibäder sind zufrieden.

Simon Huber
Drucken
Teilen
Die Leitung der Badi Teufen blickt auf eine durchzogene Badisaison zurück. (Bild: PD)

Die Leitung der Badi Teufen blickt auf eine durchzogene Badisaison zurück. (Bild: PD)

Über den kalten und schwierigen Start klagen die Appenzeller Badis. Die ersten drei Wochen seien sehr schwierig gewesen, da das Wetter überhaupt nicht mitspielte. Es regnete ständig und war kalt. Anschliessend folgten einige sehr heisse Wochen mit vielen Besuchern. Damit fällt die Bilanz durchzogen aus.

Die Badi Rehetobel verzeichnete einen guten Sommer mit sehr vielen Besuchern. Laut der Badileitung waren die wechselnden Wetterverhältnisse die Herausforderung. Zum Saisonabschluss veranstalteten sie die sogenannte «Ustrinkete», bei welcher jede und jeder mit egal welchen Kleidungsstücken baden gehen konnte.

In Teufen war es eine durchzogene Badisaison aufgrund von Wochenenden mit schlechtem Wetter. In der letzten Juniwoche hingegen war es sehr heiss und somit konnten hohe Besucherzahlen verzeichnet werden. Die Badileitung meint, dass es die Leute aufgrund des schlechten Wetters teils auch noch spontan in die Ferien zog. Schlimme Zwischenfälle gab es keine. Das eine oder andere Pflästerli musste verteilt werden, aber das sei normal.

Ähnliches hört man von der Badi Heiden. «Die beste Phase waren die Wochen vor den Sommerferien. Abgesehen davon war das Wetter nicht wirklich konstant warm», so Bademeister Ulrich Frigg. In den ersten drei Wochen seien nur etwa 200 Leute zu Besuch gekommen.

Anders sieht es in der Badi Rotenwies in Gais aus. Für sie gilt der Sommer 2019 als Spitzensommer, denn sie konnten so viel Saisonabos wie noch nie verkaufen. Bademeister Heinz Bucher sagt:

«Die kalten Startwochen haben wir bei weitem aufgeholt, doch das letzte Jahr können wir bezüglich Einnahmen nicht überbieten.»

Fredy Bechtiger, Geschäftsführer des Sportzentrums Herisau sagt: «Mit knapp 24000 Gästen war die Saison im Freibad Sonnenberg in Herisau gut, aber an den vergangenen Sommer mit mehr als 25000 Gästen kommt sie nicht ran». Dank einem Rekordjuni konnte der miserable Mai wettgemacht werden. Im August und Juli sei das Wetter unbeständig gewesen.

Die Badi Waldstatt sei mit den Einnahmen leicht über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre und damit schneidet der Badesommer 2019 nicht schlecht ab. Laut Badileitung sei es in diesem Sommer wetter- und besuchermässig vom einen Extrem ins andere gegangen.

Da das Schwimmbad Ledi in Walzenhausen auf 760 Metern über Meer liegt, begann die Saison mit Schnee. Aufgehört hat der Badesommer auch wieder kalt und nass, jedoch mit Regen statt Schnee. «Alles in allem hatten wir eine schöne Badisaison mit guten Leuten», so der neue Gastroleiter Markus Podlessnig. Während der Saison sei alles rund gelaufen.

In Appenzell ist die Badisaison erst nach dem 14. September beendet. Trotzdem spricht die Badileitung jetzt schon von einem wunderbaren Jahr. Anders als im Sommer 2018 sei es dieses Jahr nicht mehr so trocken gewesen, was sich im positiven Sinne auf den Rasen ausgewirkt hatte. «Nebst den Einheimischen Besuchern kamen viele Touristen», so Bademeister Karl Inauen.