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Kalifornierinnen verkaufen Alp im Toggenburg

EBNAT-KAPPEL. Zwei im Westen der USA lebende Frauen aus der Schweiz haben eine Alp mit 25 Hektaren Wiesland und Wald in Ebnat-Kappel verkauft. Der Käufer ist der bisherige Pächter. Er will die Alp weiterhin bewirtschaften. Die Alp kann etwas mehr als 20 Milchkühe aufnehmen.
Martin Knoepfel
Die Alp Abschlagen in Ebnat-Kappel, hier Unter-Abschlagen, wurde vor kurzem verkauft. (Bild: Martin Knoepfel)

Die Alp Abschlagen in Ebnat-Kappel, hier Unter-Abschlagen, wurde vor kurzem verkauft. (Bild: Martin Knoepfel)

Sonst geht es bei Grundstücksverkäufen um einige hundert, vielleicht um gut tausend Quadratmeter. Nicht so in diesem Fall. Satte 25 Hektaren oder 250 360 Quadratmeter misst das Stück Land, welches unlängst in Ebnat-Kappel die Hand wechselte. Es handelt sich um die Alp Abschlagen.

Kurz vor Weihnachten wurde die Handänderung veröffentlicht. Nicht alltäglich ist auch der Wohnort der beiden bisherigen Landbesitzerinnen. Sie leben im Grossraum von Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien.

14 Hektaren Weide

Der Käufer der Alp ist der Krummenauer Josef Egli. Er gehe dort seit 1974 z'Alp, sagte er gegenüber dem Toggenburger Tagblatt. Vor ihm habe schon sein Vater diese Alp bewirtschaftet. Als Pächter besitze er ein Vorkaufsrecht. Die Alp bestehe aus 14 Hektaren Weide und 11 Hektaren Wald, sagte Josef Egli. Sie erlaubte 21,6 Normalstösse Vieh. Er wolle die Alp weiterhin bewirtschaften, sagt Josef Egli.

Es seit nicht so einfach gewesen, den Kauf abzuwickeln, da die Verkäufer in den USA lebten. Das kantonale Amt für Landwirtschaft habe den Handwechsel bewilligt. Früher habe die Alp einer Familie Brägger gehört. Die Alp sei direkt von den Grosseltern an die Enkelinnen vermacht worden. Diese hätten US-Bürger geheiratet und seien ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten ausgewandert.

Die beiden Enkelinnen sind die Verkäuferinnen der Alp. Man müsse auf der Alp investieren, etwa in die Jauchegrube. Das hätten die bisherigen Besitzerinnen nicht tun wollen, sagt Josef Egli. Er sei glücklich, dass er die Alp habe kaufen können.

Ein Normalstoss entspricht laut Bundesamt für Landwirtschaft als Faustregel einer ausgewachsenen Milchkuh, die während hundert Tagen im Jahr gesömmert wird. Wenn die Tiere weniger lang auf einer Alp bleiben oder wenn Tiere gesömmert werden, die weniger Futter benötigen als eine Milchkuh, könne man dort entsprechend mehr Tiere aufnehmen. Ein Rind entspreche beispielsweise nur 0,6 Normalstössen. Wenn die Tiere länger als hundert Tage bleiben, könnten dafür weniger gesömmert werden. Der Normalbesatz eines Sömmerungsbetriebes gibt also Auskunft darüber, bei wie vielen Tieren noch eine nachhaltige Nutzung gewährleistet ist.

Durchschnittliche Grösse

Das System des Normalbesatzes wurde im Jahr 2000 in der ganzen Schweiz eingeführt. Das kann man dem Internetauftritt des Bundesamts für Landwirtschaft entnehmen.

Die Alp Abschlagen ist von der Grösse her eine durchschnittliche Toggenburger Alp. Das war von Jakob Scherrer vom Alpwirtschaftlichen Verein Toggenburg zu erfahren.

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