Kälteeinbruch hat Wanderung gestoppt

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Amphibien Sobald das Quecksilber die Fünf-Grad-Grenze überschreitet, machen sich die Frösche zu ihren Laichgebieten auf. Zudem mögen sie es, wenn der Boden genügend feucht ist. «Einen richtigen Schub an wandernden Fröschen gibt es erst, wenn es regnet», sagt Jonas Barandun, kantonaler Beauftragter für Amphibienschutz der Kantone St. Gallen und beider Appenzell.

Dies geschieht in der Regel Anfang März. Die Amphibien begeben sich auf den Weg zu den Laichgebieten und kehren Mitte April wieder zu ihrem Landlebensraum zurück. Der Kälteeinbruch Ende März hat die Wanderung für kurze Zeit gestoppt. «Die Kälte erschwert es den Tieren, sich zu bewegen», sagt Barandun. Die wechselwarmen Tiere passen ihre Körpertemperatur der Umgebung an. Sobald es ihnen zu kalt wird, graben sie sich an einem frostsicheren Ort ein und warten auf wärmere Temperaturen. Diejenigen Tiere, die bereits vor dem Kälteeinbruch ihr Bestimmungsgewässer erreicht haben, tauchen laut dem Amphibienexperten ab. Der Laich, der sich an der Wasseroberfläche befindet, friert zum Teil ein und verendet. «Der Schaden ist aber als nicht wesentlich zu bezeichnen», sagt Barandun.

Neben den im Haupttext erwähnten Schutzgebieten gibt es laut Barandun auch im Habset in Rehetobel einen Amphibientunnel. Freiwillige einer Lokalgruppe der Pro Natura St. Gallen-Appenzell namens «Rechtobler Natur» um Christian Weisser weisen den Fröschen mit mobilem Leitwerk dort den Weg. (sro)