Kabarett mit «Mäschli»

Wenn schon die Liebe durch den Magen geht, warum sollte nicht auch die (Kabarett-)Lust den gleichen Weg nehmen? Bei den Appenzeller Kabarett-Tagen hat sich ein bei anderen Anlässen nebenher laufender Bereich zur festen Grösse entwickelt.

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Wenn schon die Liebe durch den Magen geht, warum sollte nicht auch die (Kabarett-)Lust den gleichen Weg nehmen? Bei den Appenzeller Kabarett-Tagen hat sich ein bei anderen Anlässen nebenher laufender Bereich zur festen Grösse entwickelt. Gemeint ist das Forum Agathe Nisple, in dem sich das Publikum vor den Auftritten kulinarisch verwöhnen lassen kann. «Die Gastlichkeit rund um die Kabarett-Tage dünkt uns enorm wichtig. In diesem Sinne schafft Agathe Nisple mit ihrem Angebot einen nicht hoch genug zu veranschlagenden Mehrwert. Sie verleiht den Kabarett-Tagen quasi ein <Mäschli>», stuft Marcel Walker den Restaurationsbetrieb als sehr wertvoll ein. Mit Stolz erwähnt er das Staunen der Organisatoren der Oltner Kabarett-Tage, als sie sahen, was diesbezüglich in Appenzell geboten wird.

Aus Wunsch entstanden

Agathe Nisple arbeitet völlig autonom und auf eigene Rechnung. Vor Jahren sass sie einmal in der Jury der Kabarett-Tage. Damals kam der Wunsch nach einem kleinen Barbetrieb auf, woraus sich sukzessive – zu Beginn gab es «nur» Appenzeller «Chäsflade» – das entwickelte, was heute als Einstimmung zum Angebot auf der Bühne kaum noch wegzudenken ist: ein jeweils ab 18 Uhr offenes Buffet mit warmen und kalten Speisen.

«Zubereitet wird fast alles bei mir zu Hause und danach in Kochkisten nach dem Gringel verbracht. Dort präsentieren wir die Speisen in professioneller Art auf zwei Tischen, mit dem warmen Angebot in der Mitte. So können sich die Leute von beiden Seiten her bedienen», erläutert Agathe Nisple.

Viele Freiwillige dabei

Sie kann auf eine beachtliche Anzahl an freiwilligen Helferinnen und Helfern zählen, die teils seit Jahren dabei sind. Auf der Liste fehlt selbst eine ehemalige Bundesrätin nicht. Als Lohn winkt allen ein gemütlicher Abend. «Alle ziehen mit. Es ist einfach wahnsinnig schön», freut sich Agathe Nisple, die ihrem Forum neuerdings auch noch einen Kunstkiosk angegliedert hat. «Aus dem Team besonders hervorheben darf ich Marie Theres Suter und Karin Hübner. Und auch Friedrich Fässler ist eine starke Stütze. Schon oft habe ich mich gefragt, was ich ohne ihn machen würde», windet sie den treusten Seelen ein Kränzchen. (hü)