Junge Stimmen fürs Jodeln trainiert

Seit fünf Jahren bietet die Klangwelt Toggenburg jodelbegeisterten Kindern die Möglichkeit, in einem Lager von der Jodlerin Nadja Räss in die Kunst dieser Volksmusikart eingeführt zu werden. Manche Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen von weit her.

Saskia Bühler
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Gemeinsam mit den Jodelleiterinnen Nadja Räss, Simone Felber und Arlette Wismer übten die Kinder im Lager verschiedene Jodel ein. (Bild: Saskia Bühler)

Gemeinsam mit den Jodelleiterinnen Nadja Räss, Simone Felber und Arlette Wismer übten die Kinder im Lager verschiedene Jodel ein. (Bild: Saskia Bühler)

WILDHAUS. Gestern ging das fünfte Kinderjodellager der Klangwelt in Wildhaus zu Ende. Mit dabei waren insgesamt zehn Knaben und dreizehn Mädchen zwischen sieben und elf Jahren. Sie alle waren ein bunt durchmischter Haufen: Aus der ganzen Schweiz kamen sie ins Obertoggenburg. Kinder aus der Ostschweiz, aus Zürich, Basel, dem Tessin und auch aus der Romandie. Eines der Mädchen kam sogar aus den USA in das idyllisch gelegene Bergdorf Wildhaus.

Etwa die Hälfte der Kids hatte schon Erfahrungen mit Gesang und Jodel gesammelt, die andere Hälfte war diesbezüglich noch grün hinter den Ohren.

Ein hartes Stück Arbeit

Man konnte beim Besuch des Jodellagers in Wildhaus mit eigenen Ohren hören, dass sich die Mädchen und Buben in der vergangenen Woche intensiv mit ihrer Stimme beschäftigt hatten. Mehrstimmige Jodel und Volkslieder klangen schon sehr gut, wenn sie sie gemeinsam zum besten gaben.

Man kann sich denken, dass das ein hartes Stück Arbeit ist. Die Kinder haben täglich rund drei bis vier Stunden mit ihren Gesangslehrerinnen Nadja Räss, Simone Felber und Arlette Wismer die verschiedenen Jodel und Volkslieder geübt.

Singend zu Bett gehen

Neben dem Jodeln kamen auch Spiel und Spass nicht zu kurz. Rea Felber und Roman Müller spielten zwischen den Jodelstunden mit den Kindern Karten- und Brettspiele, verteilten Getränke und Znüni. Wann immer es die Witterung zuliess, spielten die Kinder im Freien Fussball oder Fangen.

Auch in der Küche packten alle tatkräftig mit an. Jeden Tag, nachdem Stefanie Rüegg-Ammann in der Küche ihren Zauber vollführt hatte und alle satt waren, räumten und wuschen die Kinder das Geschirr ab. Vor dem Zubettgehen trafen sich alle im Singsaal und übten ein Gute-Nacht-Lied ein. Nachdem eine Geschichte vorgelesen worden war, machten sich die Kinder singend auf den Weg ins Bett.

Abschlusskonzert für die Eltern

Am Mittwoch stand eine Wanderung auf der Tagesordnung. Die Gruppe wanderte auf dem Klangweg übers Oberdorf bis zum Instrument Klangmühle beim Iltios und wieder zurück in die Unterkunft. Am Donnerstag übten die Kinder nochmals fleissig das Jodeln und bekamen ein kleines Privatkonzert von den Jodellehrerinnen. Am Abschlussabend führte eine Schnitzeljagd die Kinder nochmals ins Freie. Am Freitagnachmittag zeigten die Kinder ihren Eltern an einem Konzert, womit sie diese Woche ihre Zeit verbracht haben. Sie sangen die Lieder, die sie täglich geübt haben.