Schwingen
25 Appenzeller Schwinger im Einsatz am Schaffhauser Kantonalschwingefest

Am Wochenende wird das schaffhausische Wilchingen zum Schauplatz von gleich zwei Schwingfesten.

Thomas Mock
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Sepp Fuster (oben) strebt nach seinem zweiten Kranzerfolg.

Sepp Fuster (oben) strebt nach seinem zweiten Kranzerfolg.

Bild: Lorenz Reifler

In der Blauburgunderlandarena greifen die Nachwuchsschwinger am
18. Nordostschweizer Nachwuchsschwingertag bereits am Samstag zusammen, während sich die Aktivschwinger am Sonntag am Schaffhauser Kantonalschwingfest messen können.

Die 25-köpfige Appenzeller Delegation wird in Schaffhausen vom Gaiser Eidgenossen Raphael Zwyssig angeführt. Nach der Absage für den Bergklassiker auf dem Brünig kehrt Zwyssig wieder zurück in die Sägemehlringe. Der Saisonverlauf des Gaisers kann mit gemischten Gefühlen rekonstruiert werden. Den einzigen Kranzgewinn realisierte er am eigenen Kantonalschwingfest in Urnäsch, wobei er sich dort auch seinen dritten Kranzfestsieg seiner Karriere sichern konnte. An den restlichen Kranzfesten blieb der Gaiser zwar ohne das angestrebte Eichenlaub, blieb aber stets in deren Reichweite.

Schwierige Saision für Naim Fejzaj

Im Weiteren stehen auch die drei Teilverbandskranzer Andrin Poltera, Thomas Kuster und Naim Fejzaj im Einsatz. Kuster zeigte an den letzten beiden Bergfesten auf dem Weissenstein und auf dem Brünig durchaus gute Ansätze, wenngleich er beide Mal knapp hinter den Kränzen blieb. Das Potenzial des Urnäschers Poltera war ins­besondere in der Saison 2021 ­erkennbar, ehe ihn mehrere ­Verletzungen immer wieder daran hinderten, optimal und schmerzfrei an die letzte Saison anzuknüpfen.

Der Vorderländer Naim Fejzaj ist immer wieder für Überraschungen gut, wenngleich ihm in dieser Saison die Akzente noch etwas ferngeblieben sind. Für ihn wird der kommende Sonntag dahingehend wegweisend sein, ob er sich für den Saisonhöhepunkt in Pratteln noch empfehlen kann oder nicht. Die Appenzeller werden von den weiteren Kranzschwinger Urs Giger, Erich Dörig, Sepp Fuster, Werner Keller, Roman Kuhn, Werner Keller, Rico Ackermann, Livio Büchler, Daniel Oertle und Lorenz Giger unterstützt. Der Kranzgewinn wäre auch für sie von äusserster Wichtigkeit, wenn sie sich für Pratteln noch empfehlen wollen.

Offene Favoritenrolle

Das Teilnehmerfeld ist aufgrund der Saisonplanung wie erwartet nicht sehr hochkarätig besetzt. Mit Arnold Forrer, Stefan Burkhalter, Beni Notz, Fabian Kindlimann und Raphael Zwyssig sind fünf erfahrene Eidgenossen gemeldet. Ob sie sich wirklich ins Gespräch um den Tagessieg einbringen können, bleibt offen, zumal das erweiterte Teilnehmerfeld ebenfalls eher dünn gesät ist. Als wohl aussichtsreichster Kandidat für den Tagessieg zählt Mario Schneider, welcher vor Wochenfrist auf dem Brünig einen starken Eindruck hinterlassen konnte. Aber auch der Zürcher Shane Dändliker wäre wohl in der Lage, sich ganz an die Spitze zu setzen.

Man darf also gespannt sein, wer am Ende von der Ranglistenspitze grüssen wird. Gleichentags wird in Brugg auch das Nordwestschweizer Teilverbandsfest stattfinden. Die Nordostschweizer entsenden mit Werner Schlegel und Marcel Räbsamen zwei aufstrebende St.Galler Spitzenschwinger. Im Kampf um den Tagessieg werden sie sich wohl nicht nur den Nordwestschweizer Topathleten, sondern auch den weiteren starken Gästeschwingern stellen müssen.

Jungschwinger am Samstag im Einsatz

Die 18. Ausführung des Nordostschweizer Nachwuchsschwingertages findet bereits am Samstag an gleicher Stätte statt. Insgesamt werden über 200 Nachwuchsathleten mit den Jahrgängen 2005 bis 2011 aus allen Nordostschweizer Kantonen wie auch aus dem Nordwestschweizer Teilverband erwartet. Die Appenzeller entsenden mit über 30 Jungschwingern etliche Nachwuchshoffnungen, welche sich im Kampf um den begehrten NOS-Zweig in ein gutes Licht rücken wollen. Ob ihnen der Kategoriensieg auch gelingen mag, wird sich weisen. Das Anschwingen ist am Samstag auf 8 Uhr und am Sonntag auf 8.30 Uhr angesetzt.