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Leitung des Jugendtreffs Herisau wird kritisiert

Jugendliche fordern mittels einer Petition einen neuen Treffpunkt im Dorf. Im Jugendzentrum fühlen sie sich nicht wohl. Alkohol- und Tabakkonsum würden toleriert, daran stören sich die Jugendlichen. Die Leiterin des Jugendzentrums und die zuständige Gemeinderätin wollen das Gespräch suchen.
Mea McGhee
Jugendliche beim Töggelen im Jugendzentrum Herisau. (Bild: PD)

Jugendliche beim Töggelen im Jugendzentrum Herisau. (Bild: PD)

Überrascht und erstaunt reagieren Sandra Nater, Ressortleiterin Soziales im Herisauer Gemeinderat, und Anne Herz-Barbey, Leiterin des Jugendtreffs Herisau, auf eine diese Woche eingereichte Petition. Knapp 200 Personen bekunden mit diesem Mittel ihren Wunsch nach einem neuen Jugendraum. Sie wollen einen Ort, an dem sich Jugendliche bei schlechter Witterung und in der kalten Jahreszeit treffen können.

Vor zehn Jahren eröffnet

Ein solches Angebot existiert: 2009 wurde das Jugendzentrum Herisau an der Gossauerstrasse 59 eröffnet. Doch dort fühlen sich Initianten und Unterzeichnende der Petition nicht wohl. Es werde geraucht, gekifft und Alkohol konsumiert – ohne dass die Leitung etwas unternehme.

Vereinzelte Verwarnungen

Anne Herz-Barbey, Leiterin des Jugendzentrums, kann die Vorwürfe nicht nachvollziehen. Rauchen sei nur vor dem Haus erlaubt, und der Alkoholkonsum sei im «Jugi» grundsätzlich verboten. Nur an einzelnen Anlässen werde Alkohol an über 16-Jährige verkauft. «Es kommt vor, dass Jugendliche angetrunken zu uns kommen», sagt Herz-Barbey. Solche Situationen würden vom Betreuungsteam genutzt, um das Thema mit den Jugendlichen zu diskutieren. Vereinzelt müssten Verwarnungen ausgesprochen und die Eltern mittels Brief informiert werden.

Dass Jugendliche sich für ihre Anliegen mittels einer Petition engagieren, begrüsst Anne Herz-Barbey. Sie sagt: «Schön wäre es, wenn sie vorgängig mit uns das Gespräch gesucht hätten.»

Wünsche und Ansprüche diskutieren

Sandra Nater, Ressortleiterin Soziales bei der Gemeinde, hat keine Kenntnisse davon, dass sich Jugendliche im «Jugi» nicht an die Hausordnung halten würden. Sie sagt: «Wünsche und Ansprüche können ganz verschieden sein. Wichtig ist, dass diese besprochen werden.» Als Reaktion auf die Petition will die Gemeinderätin einen runden Tisch einberufen. Dabei könne auch das Bedürfnis nach einem unbeaufsichtigten Treffpunkt ein Thema sein, jedoch gelte es die Verantwortlichkeit genau zu klären.

Provisorium auf privater Basis

Einen solchen Raum stellt seit einiger Zeit die Firma Bernegger Informatik und Security Services im Gutenbergzentrum zur Verfügung. Diesen Winter hätten sich Gruppen von Jugendlichen immer wieder im Gebäude aufgehalten, sagt Roger Kast, Stellvertretender Geschäftsführer der Sicherheitsfirma. Angesprochen auf die Gründe, weshalb sie nicht im Jugendraum zusammensässen, hätten mehrere Jugendliche den Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum im Jugendzentrum erwähnt. Kast lobt das Verhalten der jungen Nutzer. Meist träfen sich um die 20 Jugendliche nach der Schule im Schulungsraum, manchmal seien es auch deutlich mehr. Kast hofft, dass die Gemeinde den Jugendlichen eine andere Lösung bieten kann.

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