Jugendarbeit regional aufgleisen

Die Jugendbeauftragten von Neckertal, Oberhelfenschwil, Schönengrund und Hemberg sind schon seit längerem auf der Suche nach einer Lösung für die Jugendarbeit im Tal. Nun möchte man den anderen Toggenburger Gemeinden ein Vorgehen auf regionaler Ebene vorschlagen.

Nadine Rydzyk
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Die Mobile Jugendarbeit Mojuga bietet unter anderem ein Spielmobil als Experimentierfeld, in dem sich junge Menschen neuen Ideen und Entwicklungen stellen können. (Bild: pd)

Die Mobile Jugendarbeit Mojuga bietet unter anderem ein Spielmobil als Experimentierfeld, in dem sich junge Menschen neuen Ideen und Entwicklungen stellen können. (Bild: pd)

NECKERTAL/TOGGENBURG. Bei der Organisation der gesetzlich verankerten Kinder-und Jugendförderung haben die Jugendbeauftragten der Gemeinden Neckertal, Oberhelfenschwil, Schönengrund und Hemberg Kontakt mit der Mojuga (Mobile Jugendarbeit) aus dem Zürcher Oberland aufgenommen und mit ihnen einen Vorschlag für eine geeignete Jugendarbeit für die Gemeinden ausgearbeitet. Die Mojuga bietet zurzeit für neun Gemeinden im Rahmen von Leistungsvereinbarungen eine offene Jugendarbeit an. Dabei ist sie auch im Kanton St. Gallen, namentlich in Eschenbach, Goldingen und St. Gallenkappel aktiv. Sie berät die zuständigen Behörden bei der Konzipierung, der Begleitung und Steuerung und leistet mit ihrem Team in den üblichen Handlungsfeldern sozialräumliche Kinder -und Jugendförderung.

Verbund bietet Vorteile

«Wir sind auf die Mojuga aufmerksam geworden und finden, dass noch andere Gemeinden von diesem Angebot profitieren könnten. Deshalb haben wir nun alle Gemeinderäte des Toggenburgs zu einer Informationsveranstaltung eingeladen», erklärt Marianne Rechsteiner, Präsidentin der Jugendkommission Neckertal. Ziel ist, die Jugendarbeit möglichst grossflächig neu und professionalisiert aufzugleisen und dabei über die Gemeindegrenzen hinaus Synergien und Vorteile zu nutzen. «Zum einen ist die Jugendarbeit in einer Gemeinde auch immer eine finanzielle Frage. Deshalb wird uns die Mojuga eine Art Verbund vorschlagen und erklären, wie dabei die Anforderungen der einzelnen Gemeinden trotzdem nicht zu kurz kommen», erklärt sie. «Zum anderen möchten wir durch die Zusammenarbeit mit Mojuga eine nachhaltige Jugendarbeit erreichen. Auf diese Weise könnten die Angebote für die Jugendlichen nicht nur attraktiver und professionell gestaltet werden. Auch die Gemeinden könnten dadurch entlastet werden, da nicht jeder für sich separat Jugendarbeiter suchen muss», benennt Marianne Rechsteiner einige Vorteile. «So könnte es für alle attraktiver werden. Ich denke, dass die Vernetzung innerhalb des Toggenburgs auch im Bereich Jugendarbeit angegangen werden sollte.»

Professionalisierung angestrebt

Den grössten Vorteil sieht die Jugendkommissionspräsidentin aber in der Professionalisierung. «Wenn wir einen grösseren Anbieter wie Mojuga beauftragen, der nicht nur professionell und mit vielen Mitarbeitenden gut aufgestellt ist, sondern auch über Erfahrungen in diesem Bereich verfügt, können wir viel einfacher ein umfassenderes und hochwertigeres Angebot bieten», ist Marianne Rechsteiner überzeugt. Vor allem, weil dabei auch die lokalen Möglichkeiten und Bedürfnisse berücksichtigt und eine auf die jeweilige Situation zugeschnittene Vereinbarung getroffen werden soll. «Es ist uns ein Anliegen, die Zusammenarbeit in der Region zu fördern und zu optimieren», fasst Marianne Rechsteiner zusammen.

Der Informationsanlass für Behördenmitglieder findet am Dienstag, 2. Juni, im Restaurant Schäfle in St. Peterzell statt. Neben der Vorstellung der Mojuga wird über Leistungsvereinbarungen mit Gemeinden diskutiert und das mögliche weitere Vorgehen besprochen.

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