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Jugendarbeit muss etwas wert sein

Jugendarbeit ist keine Pflicht für die Gemeinden. Der Kanton St. Gallen gibt lediglich eine Empfehlung, Angebote für Jugendliche zu schaffen. Dies führt zu unterschiedlichen Handhabungen. Kleinere Gemeinden können eine eigene Jugendarbeitsstelle nicht finanzieren.
Sabine Schmid

Jugendarbeit ist keine Pflicht für die Gemeinden. Der Kanton St. Gallen gibt lediglich eine Empfehlung, Angebote für Jugendliche zu schaffen. Dies führt zu unterschiedlichen Handhabungen. Kleinere Gemeinden können eine eigene Jugendarbeitsstelle nicht finanzieren. Sie sind darum froh, dass die Vereine in die Bresche springen und für Kinder und Jugendliche ein Freizeitangebot schaffen. Grössere Gemeinden haben ausgebildete Jugendarbeiter eingestellt, die ihre Aufgabe auf verschiedene Arten erfüllen.

Unabhängig davon, ob Jugendarbeiter oder Vereinstrainer – wer sich zunächst mit Kindern und später mit Jugendlichen befasst, leistet einen grossen Dienst an der Gesellschaft. Und dies sollten die Gemeinden wertschätzen. Denn gerade in Vereinen und in Jugendtreffs lernen die Kinder und Jugendlichen, auf was eine Gemeinschaft angewiesen ist, um funktionieren zu können: Sie lernen, Abmachungen und Verpflichtungen einzuhalten. Sie erfahren, dass sich jemand engagieren muss, damit die anderen etwas erleben können. Nicht selten sind es genau diese Personen, die sich später um den Nachwuchs kümmern und sich einsetzen, um den Jugendlichen das zu ermöglichen, was sie selber erlebt haben.

In der Gemeinschaft lernen die Kinder und Jugendlichen den Umgang miteinander. Dies ist wertvoll in der Schule, in der Lehre und im späteren Berufsleben. Die Gefahr, dass sie sich abschotten und ihre Freizeit zum Beispiel ausschliesslich vor dem Computer verbringen, ist geringer, wenn Jugendliche regelmässig in einen Verein oder den Jugendtreff gehen. Dort sind auch Vertrauenspersonen zugegen, mit denen sie Probleme bereden können.

Es trifft zu, dass der heute für Jugendarbeit ausgegebene Franken morgen noch nichts einbringt. Wohl aber wirkt er sich in der Zukunft aus. Denn durch den präventiven Aspekt der Jugendarbeit können mittel- und langfristig andere Kosten, etwa für Sozialhilfe, begrenzt werden. Die Jugend muss für die Gesellschaft deshalb mehr wert sein als lediglich ein Budgetposten in den Bildungsausgaben.

@toggenburgmedien.ch

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