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Jugend von Oberegg will Windenergie zum Durchbruch verhelfen

Dieser Tage konnte der Verein Jugend pro Windrad die erste Hauptversammlung abhalten. Mehrmals wurde im letzten Jahr versucht, die Jugendlichen von ihrer Windenergie-freundlichen Haltung abzubringen.
Roger Fuchs
Junge Menschen aus Oberegg loben die Windenergie als einfach erstellbar. Bild: pd

Junge Menschen aus Oberegg loben die Windenergie als einfach erstellbar. Bild: pd

«Wir wollen, dass das Windradprojekt im Gebiet Oberfeld/Honegg im Bezirk Oberegg umgesetzt wird und entsprechend Druck machen», sagt Fabian Ulmann. Er ist Präsident des Vereins Jugend Pro Windrad und hat damit auch gleich das Ziel formuliert. Vor einem Jahr ist dieser Verein mit 30 Mitgliedern gestartet, inzwischen zählt man 80. Viele Junge hätten erkannt, dass die Windenergie eine einfach erstellbare Energiequelle sei und ohne Langzeitschäden wieder zurückgebaut werden könnte, begründet Ulmann den Mitgliederzuwachs. Hinzu käme, dass sie in einer ländlichen Region wohnen würden und der Zusammenhalt grossgeschrieben werde. Folglich würden die einen Jugendlichen andere auch mitreissen und motivieren, um für eine Sache einzustehen.

Grosses Echo erlebt nach der Gründung

Fabian Ulmann, Präsident Jugend Pro Windrad, Oberegg

Fabian Ulmann, Präsident Jugend Pro Windrad, Oberegg

Schaut man sich die Website des Vereins an, könnte schnell der Eindruck entstehen, dass im ersten Jahr nicht viel gelaufen ist. Lediglich zwei Mitteilungen finden sich unter «Medien». Doch Fabian Ulmann korrigiert diesen Eindruck. Gleich zur Gründungszeit hätten sie ein grosses Echo erlebt und diverse Anfragen von Befürwortern wie auch Gegnern der Windenergie erhalten. Gegner haben sich gemeldet, um die jungen Menschen eines Besseren zu belehren. Es ist auch zu Treffen mit solchen gekommen. So wollte beispielsweise einer bei einer Zusammenkunft im Lindensaal in Oberegg darlegen, dass die Windenergie keine Perspektive hat. Diese Informationen seien aber so veraltet gewesen, dass dem keine Glaubwürdigkeit geschenkt werden konnte, wurde an der ersten Hauptversammlung des Vereins ausgeführt.

Auch Besuch aus der Westschweiz ist beim Verein Jugend Pro Windrad vorstellig geworden. Diesmal mit der Aussage, man wolle die Landschaft vor den Windrädern schützen. Entsprechende Absichten verfolgt die Person auch bei den Windradplänen in Grenchen. Die Jungen aus Oberegg liessen sich erneut nicht umstimmen. Für sie steht fest, was Fabian Ulmann auf den Punkt bringt: «Jetzt können wir bei der Energiegewinnung noch korrigierend einwirken. Sonst müssen wir Jungen es in einigen Jahren ausbaden.» Des Weiteren gab es im ersten Vereinsjahr diversen Mailverkehr mit Hochschulen, wie auch mit Verbandsmitgliedern der Windräder und eine Einladung von der Schweizerischen Energiestiftung SES.

Appell an die Innerrhoder Standeskommission

Mit Spannung erwartet wird derzeit beim Verein Jugend Pro Windrad, wie es im Einwendungsverfahren bezüglich der Windräder in Oberegg weitergeht. Die Standeskommission hat bekanntlich entschieden, dass das Projektgebiet im Oberfeld allenfalls zur Nutzung der Windenergie im Richtplan eingetragen werden soll. Im Verlauf des Einwendeverfahrens sind knapp dreihundert Eingaben bei den zuständigen Behörden eingegangen. Ulmann ging davon aus, dass die Standeskommission noch im Oktober darüber informiert. Das ist jedoch nicht geschehen. Und so sagt Fabian Ulmann aufgrund seiner Vernetzung mit anderen Befürwortern: «Sollte die Standeskommission nach dem Einwendeverfahren von ihrer ursprünglichen Haltung abweichen und keinen Windpark mehr im Oberfeld zulassen wollen, würden die Projektanten aufgrund des grossen Zuspruches, den sie durch die Jugend, die Geldgeber und die Bevölkerung erfahren, die Ergreifung der sich bietenden Rechtsmittel und gegebenenfalls eine Einzelinitiative an die Landsgemeinde prüfen.»

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