Jugend Brass Band on Tour

Ein strenges, aber erfülltes Wochenende haben die jungen Musikanten hinter sich, die an drei Abenden hintereinander mit Begeisterung auftraten. Sie traten in Brülisau, Herisau und Heiden auf.

Esther Ferrari
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Dirigent Stefan Herzig posiert mit der JBBA. (Bild: ef)

Dirigent Stefan Herzig posiert mit der JBBA. (Bild: ef)

APPENZELLERLAND. Die Fanfaren zum Auftakt! «Jbba Opening Fanfare» von P. Schinnerl. Es war ein beeindruckender Moment, als die rund 30 Jugendlichen in den roten T-Shirts mit ihren Blasinstrumenten am Freitagabend im Saal der Mehrzweckhalle Brülisau durch die Zuschauerreihen zur Bühne schritten. Ab Mitte Februar hatten die jungen Nachwuchsspieler aus Appenzell Inner- und Ausserrhoden, Buben und Mädchen, alle elf- bis 20jährig, zusammen mit professionellen Musikern in sieben Proben ein anspruchsvolles Konzert einstudiert. Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt des Appenzeller Blasmusikverbands, das bereits zum dritten Mal durchgeführt wird.

Bänziger der Antreiber

Treibender Motor ist Andreas Bänziger. Als Initiant war er von Anfang an mit dabei. Es sei eine schöne Aufgabe, die Jugendlichen zu instruieren und für die Musik zu begeistern. Er sitzt selber im Orchester und spielt als einer der wenigen über Zwanzigjährigen mit. Der kleinste Spieler reicht ihm nicht viel höher als bis zu den Hüften. Konzentriert, mit angespannter Miene sind die Kleineren dabei. Sie wissen, dass auch sie einen grossen Teil beitragen zum Gelingen des Konzerts. Keinen Einsatz werden sie verpassen. Sie hören auf die Klänge und Töne ihrer Vorbilder und deren Soloeinlagen und sind stolz auf ihre eigene Leistung. Dirigiert wird die Jugend Brass Band von Stefan Herzig, der im Sommer das Masterstudium in Musikpädagogik in Bern abschliessen wird.

Kein Konkurrenzprodukt

Auf dem Programm standen unter anderem «Bad romance mit Choral», das im Auftrag der Jugend Brass Band Ostschweiz von Michael Neff arrangiert wurde, und «Scharlachrot», arrangiert von Heinz Maeder, ein Stück, das besonders von den Mädchen gerne gespielt wird. Rassige, wirbelnde Militärmusik riss die Zuhörer fast von den Stühlen. Zum Abschluss erklang Heimatliches aus dem Appenzellerland – «me sönd halt Appezeller». Ein solches Projekt brauche unglaublich viele Ressourcen, sagte Hans Saxer vom Appenzeller Blasmusikverband (ABV). Es sei aber nicht als Konkurrenzprodukt zu angebotenen Musiklagern und Jugendensembles gedacht, sondern als Ergänzung.

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