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Jürg Engler macht das Rennen

Überraschung am Wahlsonntag in Bühler: Gemeindepräsidentin Inge Schmid schafft ihre Wiederwahl nicht. Herausforderer Jürg Engler holt deutlich mehr Stimmen. Die Wahlbeteiligung ist ausserordentlich hoch.
Astrid Zysset
Jürg Engler ist neuer Gemeindepräsident in Bühler. Bild: PD

Jürg Engler ist neuer Gemeindepräsident in Bühler. Bild: PD

Er ist gerade auf dem Weg zu einer Wahlfeier, als er den Hörer seines Mobiltelefons abnimmt; die Freude ist bei ihm gross. Jürg Engler wurde gestern zum neuen Gemeindepräsidenten von Bühler gewählt. Mit 372 Stimmen holte er 76 mehr als die bisherige Präsidentin Inge Schmid, welche 296 Stimmen für sich verbuchen konnte. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 58 Prozent. Doch was gab den Ausschlag, dass Engler die dienstälteste Gemeindepräsidentin von Appenzell Ausserrhoden – Inge Schmid ist seit 15 Jahren an der Spitze der Mittelländer Gemeinde – aus dem Amt drängen konnte? Engler selbst weiss es nicht. Er habe auch im Vorfeld der Wahl keine Prognosen stellen wollen. «Es sind Wahlen. Da kann es immer auf beide Seiten kippen.» Respekt habe er vor dem Amt, gibt er weiter an. Darum werde er sich seriös einarbeiten. Zwei Monate Zeit bleiben ihm bis zum Amtsantritt. Seit 2014 war Engler Mitglied des Gemeinderates. Dossierkenntnisse bringt er teilweise schon mit. «Aber es gibt noch einige Bereiche, in welche ich mich einlesen muss.» Er hoffe, er könne Bühler positiv prägen, sagt der neugewählte Gemeindepräsident. «Ich will das Gute beibehalten und das andere in eine neue Richtung lenken.»

Kritik, nicht die Leistung habe gezählt

Bei Inge Schmid ist die Enttäuschung gross. «Ich bin überrascht, dass nicht die Leistung zählte, die man über all die vergangenen Jahre gebracht hatte, sondern Kritik, die einfach in die Welt gesetzt worden war.» Mitglieder der Heimkommission hatten in Leserbriefen die Gemeindepräsidentin attackiert, sie hätte Abläufe und Zuständigkeiten nicht eingehalten. «Ich habe immer das Wohl der Gemeinde in den Vordergrund gestellt und mich engagiert gezeigt. Aber wegen solcher Kritik ging das wohl unter», so Schmid. Am 1. Juni findet der Wechsel im Gemeindepräsidium statt. Was macht Schmid nachher? Genau weiss sie es noch nicht. «Dass ich mich aber auf das Ofenbänkli setze und Däumchen drehe, wird nicht passieren.»

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