Jubla zelebriert virtuelles Zusammensein

Die Gruppenzusammenkünfte der Jubla Herisau können wegen der Restriktionen derzeit nicht stattfinden. Es gibt jedoch Alternativen.

Janine Bollhalder
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Dieser Jubla-Teilnehmer zeigt stolz sein selbst gestaltetes Mandala.

Dieser Jubla-Teilnehmer zeigt stolz sein selbst gestaltetes Mandala.

Bild: PD

«Ich verspüre zurzeit auffällig viel Wertschätzung», sagt Annina Grob, Gruppenleiterin des Blaurings Herisau. Die 24-Jährige und ihre Kollegin Anna Reutemann denken sich wöchentlich «Challenges» aus – Aufgaben, welche die Mitglieder von Jungwacht und Blauring (Jubla) Herisau und ihre Familien umsetzen können. Es geht um ein virtuelles Zusammensein, welches in den sozialen Netzwerken mit #jublableibtzuhause geteilt wird.

«Ob wir der Auslöser für diese Bewegung waren, wissen wir nicht», sagt Grob. Die Freizeitbeschäftigungen haben sie und Reutemann aus eigener Initiative – sowie der Sehnsucht nach Jubla-Aktivitäten – lanciert. «Wir haben aber weder von der Bundes-, noch von der Regionalleitung die Anweisung erhalten, solche Challenges durchzuführen. Jede Schar entscheidet selbst, was sie aus dieser aussergewöhnlichen Situation macht und ob ein Alternativprogramm stattfindet.» Der Input für die jeweilige Challenge wird immer samstags um 14 Uhr via Whatsapp oder über die sozialen Medien bekannt gegeben. Bilder oder Videos der bewältigten Aufgabe werden jeweils von den Eltern oder älteren Kindern bis abends um 20 Uhr an die Gruppenleitenden, und von da an Annina Grob und Anna Reutemann gesendet. Oder auch mit dem Schlagwort #jublableibtzuhause auf Facebook und Instagram veröffentlicht.

Kuchen backen, Osternester verstecken, eine Kugelbahn basteln – die Aufgaben sind vielseitig. «Es haben noch nie alle Familien mitgemacht», sagt Annina Grob. Aber das sei in Ordnung, «die Aufgaben sind ja freiwillig». Und sie stossen auf Dankbarkeit: Eine Mutter habe den Leiterinnen mitgeteilt, dass die Challenge den grössten Teil der Familie den gesamten Nachmittag beschäftigt habe und sie sich schon auf die nächste Herausforderung freue. Und da die Ideen von den Leitenden kommen, seien die Kinder oftmals motivierter an der Aufgabe, als wenn diese von den Eltern kommt.

Die meist ausgeführte Challenge sei die Kuchenchallenge gewesen, sagt Grob. Es galt, eine Leckerei zu backen und die Jubla in irgendeiner kreativen Weise zu integrieren. Resultat: Kuchen mit Playmobil-Figuren als Dekoration, die einen Jubla-Nachmittag inszenieren oder Jubla-Mitglieder in Guetzli-Form. Auch die Aufgabe, eine Kugelbahn zu basteln, sei gut angekommen: «Für uns waren die Ergebnisse dieser beiden Challenges die Highlights.» Die Ideen für weitere Aufgabenstellungen seien Grob und Reutemann noch nicht ausgegangen: Am vergangenen Samstag etwa galt es, sich von den sportlichen Challenges der vergangenen Wochen zu erholen. «Die Kinder haben sich selbst eine Gesichtsmaske gemischt.»

Noch unklar ist, ob das Sommerlager im Juli stattfinden wird. «Bislang gilt die Empfehlung der Bundesleitung, das Lager weiterhin zu planen», sagt Grob.