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JUBILÄUM: Männerrunde am Herd

Alles begann vor 20 Jahren mit einer Idee der Müettere Rundi. Sie organisierten für ihre Männer einen Kochkurs mit dem damaligen Chefkoch des Hotels Walzenhausen.
Isabelle Kürsteiner
Die Hobbyköche ehrten Dieter Geuter für seine langjährige Unterstützung. (Bild: IKS)

Die Hobbyköche ehrten Dieter Geuter für seine langjährige Unterstützung. (Bild: IKS)

Isabelle Kürsteiner

redaktion@appenzellerzeitung.ch

Am vergangenen Freitag feierten die Walzehuser Hobbyköch ihr 20-Jahr-Jubiläum mit einem Sechsgang-Menu. Zu diesem feierlichen Abend waren die initiierenden Frauen der Müettere Rundi eingeladen. «Natürlich hatten wir den Hintergedanken, dass unsere Männer nach dem Kochkurs dereinst am Samstag oder Sonntag für uns kochen», blickten sie zurück.

Der erste Kurs begeisterte derart, dass ein zweiter und dritter angefügt wurde. Danach bildete sich eine Gruppe ohne Vereinsstatuten, die sich circa sechsmal im Jahr zum Kochen traf. Was hat sich bei den Frauen in dieser Zeit geändert? Da gibt es Verschiedenes zu berichten. Alle bringen die Rezepte von Dieter Geuter mit nach Hause, wo sie eifrig nachgekocht werden. Von den Frauen und den Männern. Diese helfen beim Rüsten mit. Oder sie bekochen ihre Frauen an den Wochenenden. Den Walze-huser Hobbyköch gehören derzeit 18 Mitglieder an. Davon sind elf von Beginn an dabei. Sie kochen nicht nur exzellent, sondern sie geniessen die Abende. Dieter Geuter findet am Jubiläumsabend wie immer den richtigen Ton. Er lobt und motiviert die Männer am Herd. Dann und wann aber wird er kurz ernst und gibt einige knappe Anweisungen, damit der Ablauf klappt. Mit Freude und viel Humor werden die Gerichte in Gruppen zubereitet. Jeder weiss um seine Stärken und setzt sie ein. Sei es beim Rüsten, bei der Vorspeise, der Suppe, dem Hauptgang oder dem Dessert. Der eine ist ein Künstler beim Zubereiten von Hackbraten, ein anderer kümmert sich bestens um die Sauce oder um das Gemüse. In Gedichtform dankten die ehemaligen Müettere-Rundi-Angehörigen Dieter Geuter für seinen zwanzigjährigen Freiwilligeneinsatz. Denn seit Anbeginn schreibt er die Rezepte, kauft ein und organisiert den Kochabend. Ohne Entgelt. Einfach der Gruppe wegen. Roger Kellenberger und Walter Ziegler ehrten namens aller Mitglieder Dieter Geuter und schenkten ihm im Namen des Kochclubs einen Wellnessaufenthalt.

Clubintern kochten die Männer 116 Mal. Dabei waren einmal im Jahr die Partnerinnen mit eingeladen. Weitere Einsätze hatten die Köche an den Klausfeiern des Behindertensports, beim Historischen Bergsprint oder den Unterhaltungen des Musikvereins. Sie bekochten auch schon Kantonsratspräsident Peter Gut, den Gewerbeverein, oder den Turnverein. Die Liste liesse sich weiterführen. Im vergangenen Jahr war Mitglied Fritz Aeschlimann überraschend gestorben. Anstelle einer Gedenkminute hoben die Männer ihr Glas zu seinen Ehren. Auch dies ein Zeichen ihrer tiefen Verbundenheit untereinander. Genau das ist mit ein Grund, warum die Männer gerne zum Kochen gehen. Es ist nicht nur die Kulinarik, sondern auch der Zusammenhalt.

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