Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Jörg Abderhalden – Schweizer des Jahres

Damals

Vor 100 Jahren

12. Januar: Wattwil. Die gewaltigen Schneestürme hatten verschiedene Verkehrsstörungen zur Folge. So blieb der erste Morgenzug, der von Wattwil nach Herisau fährt, in der Gegend von Brunnadern stecken, so dass ihm ein Hilfszug entgegengeschickt werden musste. Später erlitt der gleiche Zug trotz vorgespanntem Schneepflug wiederum Havarien. Vor Degersheim blieb derselbe für mehrere Stunden blockiert; vor der Maschine hatten sich die Schneemassen derartig gestaut, dass diese aus dem Geleise gehoben wurde. Auch auf der Linie Wil–Nesslau, hatte der Schnee eine derartige Höhe erreicht, dass alles Wegräumen illusorisch wurde; die Schneestürme fegten alles wieder zu. Der erste Morgenzug nach Nesslau konnte zwei Tage nur bis Ebnat-Kappel geführt werden. Die allerdings nicht sehr zahlreichen Passagiere waren genötigt, den Mittagszug abzuwarten. Auf allen Linien erlitten die Züge bedeutende Verspätungen. Die Postkurse mussten zum Teil ganz eingestellt werden. Seit Januar 1915 hat man keine derartigen Schneemengen mehr gesehen.

12. Januar: Wattwil. Stimmen aus dem Publikum: Bitte an den tit. Gemeinderat Wattwil. Die vielen Arbeiter der hiesigen Fabriken, die den Weg täglich viermal ins Dorf machen müssen, wären der Behörde sehr dankbar, wenn endlich einmal ein Trottoir oder Fussgängerweg erstellt würde, vom «Löwen» Rietwies bis zum Dorfplatz Wattwil. Bei diesem Grossschnee ist es nicht angenehm, den vielen Fuhrwerken links oder rechts in das nass-kalte Element auszuweichen.

Vor 50 Jahren

15. Januar: Toggenburg. Die Skisportfreunde haben diesen Winter wahrlich nichts zu lachen, denn kaum herrschen ideale Schneeverhältnisse (manchmal fast zu viel des Guten), regnet es die weisse Pracht wieder ab. Nachdem uns in der vergangenen Woche fast Tag für Tag Neuschnee beschert wurde, wölbte sich ein blauer Himmel über unserer Talschaft. Fast mit den Sonnenstrahlen kamen auch die Skifahrer in grosser Zahl ins Toggenburg, um bei diesen idealen Schnee- und Wetterverhältnissen ihrem schönen und gesunden Sport zu frönen. Dann kam der Wendepunkt. Nachdem in der Nacht noch starke Winde wehten und ziemlich Schnee fiel, begann es plötzlich zu regnen. Wohl dem Automobilisten der Ketten montierte; er hatte am ehesten noch Chancen, aus dem Matsch zu entkommen. Der andauernde Regen hatte nicht nur ein Schwinden der Schneemenge zur Folge, sondern es bildete sich überall dort, wo «gepfadet» wurde, eine Glatteisschicht. Wahrlich jetzt hätte der Eisklub keine Schwierigkeiten unserer Jugend Eisbahnen zur Verfügung zu stellen; sie beginnen gleich vor dem Haus.

15. Januar: Wattwil. Die Politische Gemeinde Wattwil hat eine weitere Hürde auf dem Weg zur 10 000-Einwohner-Marke übersprungen. Ende 1967 zählte man 8524 Einwohner, davon sind 6907 Schweizer. Der Anteil der Ausländer beträgt 1617, der Anteil der nicht erwerbstätigen Ausländer beläuft sich auf 365 Personen. Alles in allem ist das eine erfreuliche Entwicklung, denn eine Einwohnerzahl von über 8500 darf sich sehen lassen.

Vor 20 Jahren

12. Januar: Lichtensteig. «Kägi-fret» kennt man überall auf der Welt. Ob in San Francisco, Tokio oder Rom – die Toggenburger Waffeln sind beliebt. Jetzt hat die Firma ein neues Produkt lanciert. Die Idee ist einfach aber durchschlagend. Statt die Kägi-Waffeln in der Familienpackung zu verkaufen, füllt die Lichtensteiger Firma die beliebten Waffeln in Einzelpackungen ab. Statt der üblichen Schoggistengeln gibt es in vielen Restaurants «Kägi-fretli-Stengeli». Und diese kommen bei Kundinnen und Kunden gut ab. Bereits im ersten Monat hat die Firma mehr als 2,5 Millionen Stück davon verkauft. Doch dies ist nicht die einzige Neuheit: Das Kägi-fret gibt es nun in einer halbierten Gewichtsgrösse für den Export. «Toggi» heisst das neue Produkt und wird in die Überseedestination verkauft. «Wir hoffen, mit kleineren und deshalb günstigeren Packungseinheiten besser auf den Markt zu kommen», begründet Anton Stadelmann diesen Schritt. Im Mittleren Osten (Kuwait, Saudi-Arabien, Golfstaaten) stiess dieses 25-Gramm-Angebot bereits auf reges Interesse. Für mehr als eine halbe Million «Toggi» sind schon Bestellungen eingegangen.

14. Januar: Unterwasser. Seit dem grossartigen Ergebnis an der Vierschanzentournee kommt Simon Ammann kaum mehr zur Ruhe. Das Interesse der Medien am 16jährigen Bauernsohn ist enorm, Freizeit durch Wettkämpfe, Training und Kantonsschule knapp. In den nächsten Tagen gilt Simon Ammanns Konzentration den Vorbereitungen zur Junioren-Weltmeisterschaft in St. Moritz. Ob er an die Olympiade nach Nagano reist, steht noch nicht ganz sicher fest. Die Olympiateilnahme wäre die Krönung seines fast kometenhaften Aufstiegs in die Skispringer-Weltelite.

Vor 10 Jahren

12. Januar: Ebnat-Kappel. Mit der Übernahme der Marke Regina erweitert die Morga AG ihr Sortiment und verkleinert gleichzeitig die Konkurrenz im Dörrfrüchtegeschäft. Neben den Markenrechten und dem Dörrfrüchte-Rohmateriallager übernahm die Morga auch die Maschinen der O. Aeberhard AG. Geschäftsführer Ruedi Lieberherr rechnet aus dem Kauf mit einem jährlichen Umsatz von zwei bis 2,5 Millionen Franken und vier bis fünf zusätzlichen Arbeitsplätzen. Ruedi Lieberherr betont, dass es sich hierbei nicht um eine Firmenübernahme, sondern lediglich um den Kauf einer Marke handle. Die Morga AG wird neu die Regina-Produkte abpacken und vertreiben. Zum Regina-Sortiment gehören Dörrfrüchte und Nüsse. Kunden sind vor allem Gastronomie, Lebensmittelläden und Bäckereien.

14. Januar: Nesslau. Der 28jährige, dreifache Schwingerkönig Jörg Abderhalden ist nicht zuletzt dank den Stimmen aus dem Toggenburg im Zürcher Hallenstadion von den TV-Zuschauern zum «Schweizer des Jahres 2007» gewählt worden. Abderhalden berichtet, jemand habe gesagt, er würde nun von den B- zu den A-Promis aufsteigen. Jörg Abderhalden wurde unter 18 nominierten Persönlichkeiten überraschend deutlich an die Spitze gesetzt. Sein Name wird nun auf einer Alp im Kanton Obwalden, dem angeblichen Mittelpunkt der Schweiz, in einen Stein gemeisselt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.