Jodlerabend mit Überraschungen

Alle zwei Jahre lädt der Jodelclub Kirchberg-Bazenheid zu zwei Unterhaltungsabenden ein. Am Freitag und Samstag gab es im «Toggenburgerhof» mehrere Höhepunkte, und immer spielte die Stimme die Hauptrolle.

Cecilia Hess-Lombriser
Drucken
Teilen
Alle zwei Jahre präsentiert sich der Jodelclub Kirchberg-Bazenheid mit zwei Unterhaltungsabenden. (Bilder: Cecilia Hess-Lombriser)

Alle zwei Jahre präsentiert sich der Jodelclub Kirchberg-Bazenheid mit zwei Unterhaltungsabenden. (Bilder: Cecilia Hess-Lombriser)

KIRCHBERG. Es war unglaublich. Eine Viertelstunde vor dem offiziellen Beginn am Freitagabend wurde nach Stühlen gefragt. Der Saal im «Toggenburgerhof» war bis auf den letzten Platz besetzt und auch der Balkon. Allein 20 Delegationen von anderen Vereinen waren gekommen und ganze Familien samt Verwandtschaft. Sie wurden mit einem unterhaltsamen Programm voller Überraschungen belohnt. Einen grossen Teil trugen die Hügler-Buebe bei. Unter der Leitung von Matthias Ammann sangen sie ein vielfältiges Repertoire.

«Danis Jodel»

Angekündigt war die Uraufführung des Naturjodels «Danis Jodel» von Mitglied Daniel Truniger gewesen, und es hatte sich nach einem Höhepunkt angehört. Der Jodel mit markanten Solo-Jodel-Teilen war schliesslich nur einer der Höhepunkte, von dem das aufmerksame Publikum eine Wiederholung verlangte. Einen weiteren gab es in Form von zwei Ehrungen: Thomas Marty, an diesem Abend Ansager und Witzeerzähler, beschenkte Paul Forrer, Ehrenpräsident, für 50 Jahre Clubmitgliedschaft und Fridolin Kuratli für 40 Jahre. Er selber war Ende 2014 nach 12 Jahren als Präsident und 26 Jahren im Vorstand zurückgetreten und hatte Roman Jung Platz gemacht. Das war für den Verein Grund genug, auch ihm ein Geschenk zu machen. Weitere Glanzlichter präsentierten die Hügler-Buebe. Sie rockten, rappten und swingten, frischten Trio-Eugster-Lieder und andere Ohrwürmer auf und machten daraus ihre eigenen Varianten. Sie sangen lautstark, temperamentvoll, lustvoll, witzig und spielfreudig, mit der eigenen Erkennungsmelodie und musikalisch gut trainiert.

Fetziges und Traditionelles

Fast hätten die Hügler-Buebe, die erwachsenen Spitzbuben, dem Jodelclub Kirchberg-Bazenheid die Schau gestohlen. Da die Jodler jedoch während des Auftritts der A-cappella-Formation schmunzelnd und grinsend hinter der Alphütten-Kulisse standen, bestand keine Gefahr. Die zwei Jodlerinnen Hildegard Häne und Brigitte Scherrer und die Tenöre und Bässe nutzten ihre eigenen Fähigkeiten, ihre Stimmen und ihre schauspielerischen Talente. Der Abend zeigte die Vielfalt des Gesangs und die Möglichkeit, die Stimme einzusetzen – ohne Begleitinstrument. Mehrere Naturjodel vermittelten das Gefühl, bei sich angekommen zu sein. Unter der Leitung von Stefan Segmüller erzählte der Verein Geschichten von der Alp, der Natur, von der Freude, von Jahreszeiten und vom Heimkommen. «Uf em Heiweg» von Jean Clémençon machte den Abschluss, ohne dass jemand nach Hause gehen musste. Denn vorerst gab es noch den Naturjodel «De Zwisler» vom Toggenburger Ruedi Roth, und die Lutere-Buebe, die schon zu Beginn und während der Pause gespielt hatten spielten zum Tanz auf. Am Samstagabend war das Echo vom Rütiberg für die Tanzmusik zuständig.

Die Hügler-Buebe begeisterten mit ihrem musikalischen Können, ihrer Phantasie und ihrer persönlichen Note.

Die Hügler-Buebe begeisterten mit ihrem musikalischen Können, ihrer Phantasie und ihrer persönlichen Note.