Jodlerabend mit Abwechslung

OBERHELFENSCHWIL. Das Trachtenchörli Oberhelfenschwil bescherte am Freitagabend gemeinsam mit dem Handörgeli-Duo Altegg-Feger und dem jungen Hackbrettspieler Marc Roth dem Publikum einen stimmungsvollen musikalischen Abend.

Thomas Geissler
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Der junge Marc Roth bewies sich als vielversprechendes Nachwuchstalent am Hackbrett. (Bild: Thomas Geissler)

Der junge Marc Roth bewies sich als vielversprechendes Nachwuchstalent am Hackbrett. (Bild: Thomas Geissler)

Der Besucheransturm in der Kirche Oberhelfenschwil am Freitagabend war gross. Bis auf den letzten Platz wurden die Kirchenbänke gefüllt, denn der bevorstehende Jodelabend, der unter dem Motto «Musizieren und Jodelgesang» stand, lockte die Musikfreunde aller Altersklassen in Scharen an. Was schliesslich in einer abwechslungsreichen und unterhaltsamen Zusammenstellung geboten wurde, sollte dann auch niemanden enttäuschen. Denn das Trachtenchörli hatte sich gemeinsam mit seinen Gästen ein Programm ausgedacht, das durch rege Wechsel der vortragenden Formationen den Spannungsbogen gekonnt hielt und für Begeisterung sorgte.

Mutter-Tochter-Duo

Das Handörgeli-Duo Altegg-Feger, namentlich das Mutter-Tochter-Gespann Ruth und Jolanda Manser, sorgte dabei nicht nur für den stimmungsvollen musikalischen Auftakt, sondern sorgte für weitere Abwechslung am bunten Musikabend. Unter anderem überzeugte es mit «Bim Bäre Karl z'Gonten», einer Polka, und mit «Für d' Rhyfall», einem Ländler von Ernst Müller, sowie «Im Sunnehöckli» von Walter Grob und dem Walzer «Im Pöschtli z'Appezöll» von Hans Dörig. Unterstützung erhielten sie dabei von Erwin Hersche, bekannt von den Hersche-Buebe, an der Bassgeige, der den beiden Frauen in diesem Fall einmal den Rhythmus vorgeben durfte. Sein Bruder, Hansueli Hersche, wiederum unterrichtet den 13jährigen Marc Roth, der die Früchte dieses Unterrichts am Hackbrett ebenfalls am Jodelkonzert präsentieren konnte. Der Teenager tritt damit nicht nur in die Fussstapfen seines Vaters Fritz Roth, sondern beeindruckte auch das Publikum mit seinen allesamt auswendig gespielten Zäuerli, Appenzeller und Toggenburger Stücken. Dem verdienten Applaus für den jungen Nachwuchsmusiker und dem so ausgedrückten Ruf nach einer Zugabe, konnte er nur zu gerne nachkommen und noch mal eine Schippe obendrauf legen.

Klassiker und Uraufführung

Selbstverständlich glänzte das Trachtenchörli Oberhelfenschwil auch nicht nur durch die schönen Trachten, sondern konnte sich vor allem gesanglich hervortun. Mit einer wahren Ode an die Heimat eröffneten die Sängerinnen und Sänger mit «Mis liebi Toggeburg» von Jakob Düsel, inklusive eines starken Zwischenjuechzers, und boten daran anknüpfend eine gelungene Mischung aus Jodelliedern wie «Mini Eltere» von Franz Stadelmann oder den Naturjodel, wie den traditionellen Toggenburger Naturjodel «De Schwägalp zue».

Ein besonderes Highlight des Abends sollte aber auch die Uraufführung des Naturjodels von Chorleiter Johann Frey sein, der mit dem Titel «Bockweidler» auf den Flurnamen seines Heimathofes in Ebnat-Kappel anspielte und mit der stimmungsvollen Komposition zu Recht begeisterten Applaus erntete.

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