Jetzt jammern ist nicht verständlich

«Das Toggenburg wird erneut benachteiligt», Ausgabe vom 4. November

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Im «Toggenburger Tagblatt» vom 4. November beklagt sich der Präsident der SVP Toggenburg, Mirco Gerig, das Tal werde von der Kantonsregierung benachteiligt. Die Pizolbahnen würden unterstützt, die Bergbahnen Wildhaus umgangen. Dazu zwei Überlegungen: Das Obertoggenburg ist ein interessantes und sehr schönes Ski- und Wandergebiet. Eben eine Schneesport- und eine Wanderregion. Man begreift nicht, dass zwei Bahngesellschaften sich um die Gunst der Gäste bemühen. Die Erfahrung zeigt, dass ein Skigebiet erfolgreich ist, wenn es als eine Region, beziehungsweise als eine Gesellschaft auftritt. Die Begründung ist längst bekannt. Die Kantonsregierung hat den entsprechenden Unterstützungskredit bekanntlich bereit und wartet nur bis die Bahnen sich zusammenschliessen und einigen.

Ein zweiter Gedanke: Der Kanton hat für das sehr gut geplante Klanghaus im Obertoggenburg einen viel grösseren Kredit als für die Pizolbahnen bereitgestellt. Er wurde von den Toggenburger SVP-Kantonsräten abgelehnt und verhindert. Und jetzt jammern, das Toggenburg werde benachteiligt und andere Kantonsgegenden bevorzugt, ist in diesem Zusammenhang widersprüchlich und unverständlich. Das Klanghaus hätte dem Tal einen richtigen Impuls gegeben. Das wäre eine gute Investition in die Zukunft gewesen. Ähnlich dem schönen und weitsichtigen Bau auf dem Chäserrugg, der dem Sommertourismus einen gewaltigen Aufschwung brachte. Als treuer und besorgter Obertoggenburger würde ich mich freuen, wenn die beiden Projekte (Klanghaus und eine Bergbahngesellschaft) möglichst bald verwirklicht würden. Es braucht einen tapferen Schritt über den eigenen Schatten in die Zukunft. Ein Schritt zur Harmonie und zum Wohle meiner sehr geschätzten Obertoggenburgerinnen und Obertoggenburger.

Erhard Bischof, Busskirchstrasse 99, 8645 Rapperswil-Jona