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Jennifer Abderhalden und David Zuberbühler messen sich im TV-Duell

Im TVO-Talk vom Dienstagabend stellten sich die Nationalratskandidatin der FDP und der amtierende Ausserrhoder SVP-Nationalrat den Fragen von Stefan Schmid, Chefredaktor des «St.Galler Tagblatts».
Karin Erni
Jennifer Abderhalden, Stefan Schmid und David Zuberbühler im Fernsehstudio von TVO. (Bild: Karin Erni)

Jennifer Abderhalden, Stefan Schmid und David Zuberbühler im Fernsehstudio von TVO. (Bild: Karin Erni)

Im Vorfeld des Wahl-Talks auf dem Fernsehsender TVO beurteilte Gesprächsleiter Stefan Schmid die Chancen der Ausserrhoder Nationalratskandidatin Jennifer Abderhalden als durchaus intakt. Der Freisinn sei traditionell stark im Kanton, sie sei eine Frau und werde von den Linken unterstützt.

Auf die provokative Frage des Moderators, ob sie sich nicht als Notnagel fühle, reagierte Abderhalden schlagfertig. Ihr sei ganz wohl in der Rolle. Auch sonst liess es sich die Herausforderin nicht anmerken, dass sie politisch noch ein unbeschriebenes Blatt ist. Sie zeigte sich kampflustig und kenntnisreich.

Gesundheitspolitik als glattes Parkett

Nach Rezepten gegen die steigenden Gesundheitskosten gefragt, sagte Abderhalden, sie habe auch keine Lösung für das Problem. Helfen würde, Patienten vermehrt ambulant statt stationär zu behandeln. Zur Frage nach Spitalschliessungen wünschte sie, man solle das Thema regional anschauen. David Zuberbühler sagte, dass es 100'000 Einwohner für ein Spital brauche. Weiter wollte er sich nicht festnageln lassen und meinte, als Bundespolitiker solle man sich nicht in die kantonalen Angelegenheiten einmischen.

Klarere Antworten gab es auf diejenigen Fragen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden müssen. Einig sind sich die beiden bei der Frage, ob die Schweiz Kampfjets brauche. Beide sind klar dafür. Beim Thema Vaterschaftsurlaub sprach sich Abderhalden für eine Elternzeit aus. Zuberbühler wollte die Lösung den Firmen überlassen. Er ist klar gegen die Ehe für alle. Abderhalden befürwortet diese. «Ja unter bestimmten Bedingungen» sagt sie zum Freihandelsabkommen mit Südamerika.

Auf die Frage, ob Ausserrhoden ein Vollkanton werden soll, antwortet Zuberbühler freudig mit einem Ja, während Abderhalden dagegen ist. Zum Rahmenabkommen mit der EU meinte Abderhalden, Verträge seien nicht immer perfekt, und für die Schweiz als Exportnation seien gute Beziehungen wichtig. Zuberbühler zeigte sich erwartungsgemäss kritischer. Er findet, das bestehende Freihandelsabkommen reiche und dürfe nicht durch Neuverhandlungen gefährdet werden.

In der Klimafrage klafften grosse Unterschiede zwischen den beiden. So sprach sich Abderhalden für eine CO2-Lenkungsabgabe aus, während Zuberbühler findet, diese belaste vor allem den Mittelstand. Er setze auf Eigenverantwortung. Während Abderhalden ihre Flüge kompensiert, sagt Zuberbühler, er fliege weiterhin ohne schlechtes Gewissen.

Der ganze Talk zum Nachschauen:

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