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«Jeder kann helfen»

Monika Schefer aus Heiden, Mara Strugalovic aus Gais und Jan Frischknecht aus Herisau haben ein Ziel: Bis Weihnachten wollen sie 2000 Franken sammeln, um Gemüsegärten in Moçambique zu finanzieren.
Lisa Wickart

Die drei KV-Lernenden haben das Projekt «Wir werden aktiv» im Rahmen der selbständigen Arbeit ihrer Schule ins Leben gerufen. Monika Schefer, Verantwortliche der Aktion, spricht darüber, was sie mit dem Projekt bewirken möchten und über das Bewusstsein von Problemen in der Bevölkerung.

Frau Schefer, worum geht es bei «Wir werden aktiv»? Wir wollen bis Weihnachten 2000 Franken für World Vision sammeln, um damit Gemüsegärten in Moçambique zu finanzieren. Dazu haben wir eine Website erstellt, wo Leute spenden können. Wir wollen damit ein Zeichen setzten, dass jeder helfen kann, den Hunger zu bekämpfen. Inwiefern spielt Ihre Schule eine Rolle im Projekt?

Unsere Aufgabe der Schule war es, eine Arbeit zu schreiben. In der Themenwahl waren wir dabei völlig frei. Das einzige Kriterium war, dass die Idee vom Lehrer bewilligt werden musste.

Wie kam das Projekt in der Schule und in Ihrem privaten Umfeld an?

Der Lehrer ist von unserer Idee begeistert und unterstützt uns. Wir haben das Projekt in unseren Lehrbetrieben und unserem Bekanntenkreis vorgestellt. Es kam sehr gut an. Viele haben sofort nachgefragt, wie sie spenden können.

Wie sind Sie auf die Projektidee gekommen?

Wir wollten etwas machen, was Leuten etwas bringt und zwar nicht nur kurzfristig, sondern langfristig. Jemand aus der Gruppe spendet jährlich für ein Patenkind in Afrika. Wir wollten etwas ähnliches machen.

Wie sind Sie auf World Vision gekommen?

Die Unterstützung des besagten Patenkindes läuft über World Vision. Wir hatten auch schon viel Gutes über die Organisation gehört. Wir haben dann die Website von World Vision besucht und dort zahlreiche Projekte gefunden. Schliesslich haben wir das Gemüsegarten-Projekt ausgewählt und World Vision angeschrieben, um unser Vorhaben vorzustellen. Sie waren von unserer Idee begeistert und haben uns Texte und Bilder zur Verfügung gestellt.

War die Organisation des Projektes schwierig?

Die Organisation lief bis jetzt sehr gut und war nicht schwierig, was wir durch Arbeitsteilung geschafft haben. Jemand ist zuständig für die Facebookseite, jemand für die Website und jemand ist der Verantwortliche des Projekts.

Wie läuft das Projekt momentan?

Es läuft super. Wir hoffen, dass wir unser Ziel von 2000 Franken erreichen. Bis jetzt sieht es gut aus. Wir haben schon über die Hälfe des geplanten Spendengelds gesammelt. Letzte Woche haben wir Mails an Betriebe im Kanton Ausserrhoden verschickt. Geplant sind weitere Mails an Innerrhoder und an schweizweite Betriebe. Wir haben auch viele Nachrichten an Private versendet, um Spender zu finden.

Wie sind sie auf den Betrag von 2000 Franken gekommen?

Wir wollten einen Betrag auswählen, den wir für realistisch hielten. Er ist weder zu hoch, noch zu tief für unser Projekt.

Wie wollen Sie die Leute fürs Spenden motivieren?

Bis jetzt haben wir Werbung durch Mails und über Facebook gemacht. Wir überlegen uns auch, Flyer drucken zu lassen und damit auf der Strasse die Leute direkt anzusprechen.

Denken Sie, dass Schweizer zu wenig spenden?

Nach unseren Erfahrungen mit dem Spendenprojekt sind die Leute grosszügig. Ich denke, dass in der Schweiz viel gespendet wird.

Sind uns Probleme auf der Welt zu wenig bewusst?

Zum Teil sind uns Probleme wirklich zu wenig bewusst. Wenn ein Terroranschlag passiert, sind alle schockiert. Die meisten machen aber nichts, um zu helfen. Besonders bei Problemen, die es schon lange gibt, ist das so. Viele denken aber auch, dass sie nichts bewirken können. Das stimmt einfach nicht. Jeder kann helfen.

Was wollen Sie mit ihrem Projekt in den Köpfen der Leute bewirken?

In der Schweiz kennen wir Hunger nicht. Wenn es hier jemandem schlecht geht, wird geholfen. In anderen Ländern ist das nicht so. Wir wollen mit unserem Projekt Hungerprobleme aufzeigen. Die Aussage ist, dass, wenn wir zusammenhalten, der Hunger bekämpft werden kann.

Wie geht es nach Weihnachten weiter?

Nach der Geldspende werden wir das Projekt schulisch abschliessen und im Unterricht präsentieren. Danach wird es benotet. Das Projekt ist dann beendet.

Haben Sie schon über zukünftige Projekte nachgedacht?

Bis jetzt nicht, aber wir lassen diese Option noch offen. Wir wollen den Fokus momentan auf diesem Projekt lassen. Aber wer weiss, vielleicht werden wir wieder einmal ein solches Projekt starten.

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