Jakob Müller

Am vergangenen Montag haben wir auf dem Friedhof Herisau Abschied genommen von Jakob Müller, früher Halden, Herisau. Im Alter von 94 Jahren und sechs Monaten ist Jakob an einem Herzinfarkt im Kantonsspital St. Gallen gestorben.

Willy Knellwolf
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Jakob Müller (Bild: pd)

Jakob Müller (Bild: pd)

Am vergangenen Montag haben wir auf dem Friedhof Herisau Abschied genommen von Jakob Müller, früher Halden, Herisau. Im Alter von 94 Jahren und sechs Monaten ist Jakob an einem Herzinfarkt im Kantonsspital St. Gallen gestorben. Getreu nach seinem Konfirmandenspruch «Bleibe fromm und halte Dich recht, denn solchen wird es zuletzt wohlergehen» ist er ruhig und friedlich eingeschlafen.

Wir trauern um einen liebenswerten Menschen, der die Mitmenschen verstanden und akzeptiert hat, so wie sie waren. Nach anstrengenden Jahren auf dem elterlichen Bauernhof und als Knecht und Melker auf grossen Betrieben im Thurgau fand er noch eine Anstellung bei der Firma Huber + Suhner. Hier arbeitete er zwölf Jahre, bis zur Pensionierung, als geschätzter Mitarbeiter. Den langen Arbeitsweg bewältigte er im Sommer mit seinem Töffli und im Winter zu Fuss, was Tagwacht um vier Uhr bedeutete.

1992 entschloss er sich, den Lebensabend im Altersheim Ebnet zu verbringen. Während 23 Jahren war er hier ein gern- gesehener Gast und wurde von den Mitbewohnern und dem Personal sehr geschätzt. Dorfbekannt war er seiner Witze wegen, das Repertoire und sein Gedächtnis waren einfach phänomenal. Auch die Mundharmonika beherrschte er und spielte ohne Noten Lieder, Jodler und Tänze. Das Landsgemeindelied war eines seiner Lieblingsstücke.

Nun bist du fortgegangen, wie schön, dass es Dich gab, Dir zu danken ist leicht, aber Dich zu vergessen ist unmöglich.