Jahr für Jahr mehr Elektro- und Erdgastankstellen im Kanton Appenzell Ausserrhoden: Eine Karte des Tiefbauamtes bietet eine Übersicht

Noch vor zwei Jahren zählte der Kanton nur einzelne Ladestationen. Heute sind bereits 30 öffentliche Elektrotankstellen in Betrieb.

Stephanie Häberli
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«Wir wollten mit dieser Karte eine Übersicht der Tank- und Ladestellen für Elektro- und Erdgasfahrzeuge im Ausserrhodischen erstellen», sagt Isabelle Coray, Leiterin Mobilität und Support des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Im Jahr 2018 wurde die Karte erstmals im Geoportal durch das kantonale Tiefbauamt publiziert. Die Abdeckung durch alternative Tankstellen sei laut Coray zu dieser Zeit noch sehr gering gewesen.

Elektro- und Erdgastankstellen Appenzell Ausserrhoden

Auch wenn der Bund eine ähnliche Karte zur Verfügung stellt, gibt es zwischen dieser des Kantons und jener des Bundes einen grossen Unterschied: Letztere zeige nur die Ladestationen der grossen Betreiber an.

«Wir führen zusätzlich auch die Ladestationen von privaten Betreibern auf, welche öffentlich genutzt werden dürfen.»

Einmal im Jahr wird die Übersicht aktualisiert. Im vergangenen Jahr sind drei öffentliche Tankstellen für Elektrofahrzeuge dazu gekommen: Gais zählt nun eine neue Tankstelle für Elektrofahrzeuge, während sich Heiden an zwei zusätzlichen Tankstellen erfreuen kann. In Herisau sind es bereits elf sowie eine Gastankstelle, die der Bevölkerung zur Verfügung steht.

In Teufen finden sich vier, in Heiden und Gais je drei, während Hundwil, Speicher und Walzenhausen je zwei Stromtankstellen zählen. Zudem sind in Rehetobel, Trogen und Grub je eine Elektrotankstelle installiert. Insgesamt zählt der Kanton mittlerweile 30 öffentliche Ladestationen.

Auf die Mithilfe der Gemeinden angewiesen

Um jeweils über neu in Betrieb genommene Ladestationen informiert zu werden, arbeitet das Tiefbauamt mit den Gemeinden zusammen. Isabelle Coray erklärt:

«Wir sind auf diese Zusammenarbeit angewiesen, da die Ladestationen nicht bewilligungspflichtig sind.»

Quelle: Sabrina Stübi

Sie fährt fort: «Viele Ladestationen werden nämlich von privaten Betreibern installiert. Wir setzten uns dann jeweils mit ihnen in Verbindung und klären, ob wir ihre Station aufführen dürfen.»

Die Tankstellen für Elektrofahrzeuge der grossen Betreiberfirmen seien hingegen auf ihren jeweiligen Websites aufgelistet und können so ausfindig gemacht werden. Zusätzlich appelliert der Kanton an Privatpersonen, sich zu melden, falls ihnen weitere Ladesäulen für Elektrofahrzeuge bekannt sind.

Auch wenn der Kanton in Form dieser Karte umweltfreundliche Energieträger unterstützt, hat er auf die Standorte der Ladestationen keinen Einfluss. «Leider können wir in diesem Zusammenhang operativ nichts lenken. Natürlich ist es trotzdem in unserem Interesse, die Nutzung dieser Art von Fortbewegungsmittel zu unterstützen», so Coray. «Daher versuchen wir, anhand dieser Übersicht, die Möglichkeiten diesbezüglich zu publizieren und bekannt zu machen.»