JAGD: Der Gamsbestand erholt sich

Der Gamsbestand im Hochjagdgebiet und die Kameradschaft innerhalb des Hochjagdvereines geben an der Hauptversammlung zu reden. Beiden Themen wird eine positive Entwicklung beschieden.

Martin Schneider
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Der Vorstand vor den Trophäen der Jagdsaison 2016, v. l.: Hanspeter Gantenbein (Präsident), Philipp Eugster (Jagdleiter), Markus Zellweger (Hegeobmann), Verena Lenherr (Kassierin) und Karl Rusch (Aktuar). (Bild: Martin Schneider)

Der Vorstand vor den Trophäen der Jagdsaison 2016, v. l.: Hanspeter Gantenbein (Präsident), Philipp Eugster (Jagdleiter), Markus Zellweger (Hegeobmann), Verena Lenherr (Kassierin) und Karl Rusch (Aktuar). (Bild: Martin Schneider)

Martin Schneider

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@appenzellerzeitung.ch

Stolz präsentierten die Mitglieder des Hochjagdvereins Appenzell Ausserrhoden am Freitag die Ergebnisse vergangener Jagden. Anlässlich der Hauptversammlung hingen im Saal des Restaurants Waldegg in Teufen zahlreiche Trophäen der Jagdsaison 2016.

Zufrieden zeigten sich die Jägerinnen und Jäger mit der Erholung des Gamsbestandes im Hochjagdgebiet. Dies sei dank einer nachhaltigen Bejagung erreicht worden. 2015 hatte der Luchs am Hirschberg zahlreiche Jungtiere der Gämsen gerissen. Folglich waren in der darauffolgenden Jagdsaison viele Gämsen ohne Kitz unterwegs und damit zum Abschuss freigegeben. «Um den Gamsbestand zu schonen, haben wir eine Kernzone geschaffen, in welcher der Abschuss zurückgenommen wurde», erklärte Hanspeter Gantenbein, Präsident des Hochjagdvereines Appenzell Ausserrhoden. Sowohl der Präsident als auch Hege­obmann Markus Zellweger sprachen von einer langsamen Erholung der Gamsbestände. Einer Anfrage eines Mitglieds des Hochjagdvereins folgend, wurde die Anzahl zum Abschuss freigegebener Gämsen innerhalb der Kernzone im Antrag an die Kantonale Jagdkommission dennoch von ursprünglich zwei Böcken und zwei Geissen auf jeweils ein Tier reduziert. Weiter sieht der Antrag an die Kantonale Jagdkommission den Abschuss von jeweils zwei Gämsen im Jagdbezirk Hinterland und Vorderland sowie vier Gämsen im übrigen Mittelland vor. Im Hochjagdgebiet sollen drei Böcke mit Mindestalter acht Jahren und drei Geissen mit Mindestalter zwölf Jahren geschossen werden. Beim Rotwild ist vorgesehen, innerhalb des Hochjagdgebietes mindestens 36 Tiere zu erledigen.

Ode an die Kameradschaft

In seiner Rede an die Jägerinnen und Jäger fand Hanspeter Gantenbein sowohl lobende wie auch mahnende Worte. «Rückblickend auf das vergangene Jagdjahr darf festgehalten werden, dass noch nie so viel Rotwild zur Strecke gebracht werden konnte. Die Jagd verlief ohne Unfall und Verfehlungen seitens der Jägerschaft.» Wenn auch sichtlich zufrieden mit dem allgemeinen Verlauf der Jagdsaison 2016, appellierte der Präsident inständig an ein konstruktives Verhalten ­innerhalb der Jägerschaft und ­betonte die Verantwortung eines jeden einzelnen Jägers. «In unserem Hochjagdverein erwartet der Vorstand von den Mitgliedern das Ziehen am selben Strick.» Ansonsten sei ein Ausschluss aus dem Verein gemäss den Statuten nicht auszuschliessen. «Wir sind kein Vergnügungsverein. Wir sind ein Verein mit Verantwortung gegenüber der Tierwelt und der Öffentlichkeit», sagte Hanspeter Gantenbein an der Hauptversammlung weiter.

Auch Hegeobmann Markus Zellweger sah es angebracht, die Kameradschaft unter den Jägern in seinen Ausführungen zu thematisieren. «Ich wünsche mir, dass sich die Jäger gegenseitig mehr akzeptieren und respektieren. Persönliche Differenzen dürfen nicht in den Hochjagdverein übertragen und darin ausgefochten werden», ermahnte Markus Zellweger und schloss seine Ausführungen mit einem «Waidmannsheil» für die kommende Jagdsaison.