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«Jäger» in neuen Händen

Im Beisein von Angehörigen, Mitarbeitern, ehemaligen Lehrlingen, Kunden und Freunden hat Peter Jäger am Samstag den Schlüssel zur Schreinerei seinem Nachfolger Andreas Ammann übergeben.
Esther Ferrari
Symbolische Schlüsselübergabe in der Schreinerei Jäger in Urnäsch: Annelies und Peter Jäger, das Ehepaar Andreas und Michelle Ammann sowie Ueli Biser, Walter Oertle und Andy Bodenmann, die auch in der neuen Firma bleiben. (Bild: ef)

Symbolische Schlüsselübergabe in der Schreinerei Jäger in Urnäsch: Annelies und Peter Jäger, das Ehepaar Andreas und Michelle Ammann sowie Ueli Biser, Walter Oertle und Andy Bodenmann, die auch in der neuen Firma bleiben. (Bild: ef)

URNÄSCH. Es war ein denkwürdiger Moment für Peter Jäger und seine Frau Annelies: Vor 32 Jahren hatte der damals 32jährige Peter in der Sägerei im Bindli bei seinem Schwiegervater Migg Fässler eine Schreinerei eingerichtet. Am berühmten Rednerpult, das er vor Jahren aus einem knorrigen Stück Holz für den Schwägalpschwinget hergestellt hatte, schaute er zurück auf die vergangenen Jahre.

15 Lehrlinge ausgebildet

Seinen Wunsch, eine Lehre als «Hölzige» zu machen, musste er gegen seinen Vater, der ihn zum «Puure» brauchte, durchsetzen. Er dachte zuerst an Zimmermann und fragte bei der Firma Bodenmann in Waldstatt an. Da aber nur ein Platz als Schreiner frei war, packte er diese Gelegenheit. Als gelernter Schreiner arbeitete er einige Zeit in Heiden, St. Peterzell und Schönengrund. Am 1. August 1984 gründete er seine eigene Firma. Nach einem knappen Jahr stellte er einen Arbeiter ein. Bald waren es drei. Peter Jäger spezialisierte sich auf den Innenausbau, vor allem auf Küchen, und stellte Möbel her. Das Lehrlingswesen lag ihm am Herzen: 15 Lehrlinge hat er ausgebildet. Alle waren sie gekommen, um mit ihrem ehemaligen Chef Abschied zu feiern. Drei seiner treuen Mitarbeiter, Andy Bodenmann, Ueli Biser und Walter Oertle, werden in der neuen Firma bleiben.

Holz hat Tradition

Das Geschäft bleibt in einheimischen Händen. Andreas Ammann ist ein Urnäscher. Seine Frau Michelle, kaufmännisch ausgebildet, wird ihn unterstützen. Auch der neue Chef wird sich der Lehrlingsausbildung widmen und sich weiterhin im Einfamilienhaus-Bereich bewegen. Er ist Holzbautechniker und hat die Bauführerschule in Aarau besucht. «Urnäscher Holzhandwerk» steht auf dem neuen Firmenschild. Holz hat im Bindli Tradition. Schon der Grossvater und Urgrossvater von Annelies Jäger mütterlicherseits betrieben wie ihre Eltern, Migg und Berthi Fässler, hier die Sägerei. Tradition hat im Bindli auch das Chlausen, Singen und Zauren. Peter Jäger bat seine Tochter Monika um ein Zäuerli zu Ehren des Urgrossvaters. An vielen schönen Männerstimmen, die mithalfen, fehlte es nicht. Ein paar versteckte Tränlein fielen, und die galten nicht nur dem Abschiednehmen.

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