Ja zu Spielplatzneubau

Steuersenkung um drei Prozent in der Schulgemeinde Haslen. Matthias Koller neu im Schulrat.

Rolf Rechsteiner
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HASLEN. Die Schulgemeinde in Haslen warf am Freitag keine grossen Wellen. Alle traktandierten Geschäfte wurden im Sinne des Schulrats entschieden. So nimmt die Schule eine Steuersenkung um drei auf neu 60 Prozentpunkte vor. Dies ist möglich, weil zurzeit rekordtiefe Schülerzahlen verzeichnet werden und weil mit einem Zuwachs des Steuersubstrates um zwei Prozent gerechnet wird.

Die Zusammenarbeit mit der Schule Schlatt laufe «konstant sehr gut», führte Schulpräsident Norbert Scheiwiller aus. Einzig beim Schulbus-Betrieb hätten Anpassungen aufgrund neuer Bedürfnisse gemacht werden müssen.

Neuer Spielplatz

Einstimmig genehmigt wurde ein grosszügiges Spielplatzprojekt mit Gesamtkosten von 154 000 Franken, an welches der Kanton die Hälfte zahlt. Nach Abzug bereits zugesicherter Finanzhilfen verbleibt zulasten der Schule ein Betrag von 62 000 Franken. Die Spielanlage soll auf der West- und Südseite des Schulhauses so ausgeweitet werden, dass ein Begegnungsraum nicht nur für Schüler, sondern auch für Eltern mit Kleinkindern entsteht. Entsprechend vielfältig wird die Auswahl an Spielgeräten sein.

Die Umsetzung des Projekts erfolgt in den kommenden Monaten und soll allenfalls bis zum Sommer abgeschlossen sein.

Besser als budgetiert

Die Rechnung 2012 fiel auf der Einnahmenseite um 62 000 Franken besser aus als budgetiert. Es konnte eine Rückstellung von 50 000 Franken für den Spielplatz gebildet werden, und es wurde mehr Unterhalt an den Liegenschaften getätigt. Bei Gesamteinnahmen von 1,192 Mio. Franken resultierte letztlich ein Überschuss von 660 Franken.

Im Budget 2013 wird bei Einnahmen von 1,132 Mio. Franken ein Überschuss von 12 000 Franken erwartet, dies bei einer Anpassung des Steuerfusses nach unten: Die Hasler werden neu mit 60 statt 63 Steuerprozenten belastet. Rechnung und Budget wurden einstimmig genehmigt.

Christine Brülisauer hatte nach fünf Jahren im Schulrat ihre Demission eingereicht. Als einzig Vorgeschlagener wurde Matthias Koller gewählt. Alle übrigen Mitglieder und die RPK wurden im Amt bestätigt.

Probleme mit Hallenbad

Norbert Scheiwiller führte aus, man habe eine im Vorjahr eingereichte Anregung zur Befreiung der Veranstalter von Hallenmieten geprüft und beschlossen, bei der bisherigen Lösung zu bleiben. Er begründete diese Haltung und blieb ohne Widerspruch.

Auch äusserte er sich zu Nutzung und Kosten des neuen Hallenbads, das in Appenzell entstehen soll. Die Schulgemeinden seien unisono dagegen, sich an den Baukosten zu beteiligen. Jedoch seien sie die Verpflichtung zur Nutzung desselben zu einem höheren Eintrittspreis, als ihn Private zu entrichten haben, eingegangen. Erste Preisvorstellungen seien inzwischen auf Druck der Schulgemeinden nach unten korrigiert, aber noch nicht definitiv festgelegt worden.

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