Ja zu «Bahnhof Süd» und «Campus»

Der Gemeinderat Wattwil hat den Gestaltungsplan «Bahnhof Süd» bewilligt und einer Änderung des kommunalen Richtplans auf dem Rietwis-Areal zugestimmt. Damit sind auch die Weichen für den «Campus Wattwil» gestellt.

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Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) und die Asga Pensionskasse Genossenschaft planen auf dem Bahnhofareal eine Überbauung für Gewerbe und Wohnungen (eingekreistes Gebiet). (Bild: pd)

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) und die Asga Pensionskasse Genossenschaft planen auf dem Bahnhofareal eine Überbauung für Gewerbe und Wohnungen (eingekreistes Gebiet). (Bild: pd)

WATTWIL. Damit hat der Gemeinderat die Weichen für zwei wichtige Entwicklungsvorhaben gestellt: Für die Wohn- und Gewerbeüberbauung «Bahnhof Süd» und für eine Gesamtsportanlage auf dem Areal Rietwis im Zusammenhang mit dem «Campus Wattwil».

Auf dem Bahnhofareal entlang der Bahnhofstrasse planen die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) und die Asga Pensionskasse Genossenschaft eine Überbauung für Gewerbe und Wohnungen. Mit der Nutzung der bahnhofnahen Lage leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Zentrums- und Innenentwicklung von Wattwil.

Auflage ab Mitte Monat

Der Gemeinderat hat auf Basis des Projektes «Bahnhof Süd» den zugehörigen Gestaltungsplan ausarbeiten lassen. Nun hat er ihn nach erfolgter Vorprüfung durch die kantonalen Stellen bewilligt. Der Gestaltungsplan wird ab dem 15. September für 30 Tage öffentlich aufliegen.

Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner ist zuversichtlich, dass die Überbauung realisiert werden kann: «Die bahnhofnahe Lage ist für Gewerbetreibende und zum Wohnen vor allem für Pendlerinnen und Pendler hoch attraktiv.» Mit dem Projekt «Bahnhof Süd» werden die Ziele des Masterplans Bahnhof Süd umgesetzt und die Lücke im Ortsbild in Richtung des neu entstehenden Quartiers Rietwis geschlossen. Das Projekt bildet einen weiteren Meilenstein, der wesentlich zur Attraktivität von Wattwil beitragen soll.

Gesamtsportanlage Rietwis

Das gilt auch für den «Campus Wattwil», wie der Kanton ihn plant mit dem Neubau der Kantonsschule (KSW) auf dem Areal Rietstein und dem erneuerten Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg (BWZT). Als Voraussetzung für den Neubau der Kantonsschule soll auf dem Rietwis-Areal, das der Gemeinde gehört, die Aussensportanlage Rietstein ersetzt werden. Die neue Anlage soll von den beiden kantonalen Schulen, den lokalen Schulen und Vereinen genutzt werden. Das Baudepartement des Kantons, die Gemeinde Wattwil und die Schulgemeinde Wattwil-Krinau arbeiten aktuell eine Gesamtkonzeption für die geplanten Sportanlagen aus.

Darin ist auch ein Ersatz der kommunalen Sporthallen vorgesehen. «Mit der Gesamtsportanlage Rietwis können wir mehrere Fliegen auf einen Schlag treffen und den Betrieb aller Sporthallen der Gemeinde optimieren», ist Schulratspräsident Norbert Stieger überzeugt. Der lokale Bedarf sei ausgewiesen, Schule und Vereine kämpfen seit Jahren mit Kapazitätsengpässen.

Ja zu Änderung Richtplan

Im Richtplan der Gemeinde ist das Areal Rietwis mit den Grundstücken 309W und 2363W als Entwicklungsgebiet innerhalb der Bauzonen für Wohn- und Gewerbenutzungen bezeichnet. Für die Realisierung der Sportanlagen soll die Fläche der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (OeBa) zugeteilt werden. Dafür hat die Gemeinde einen Teilzonenplan mit Planungsbericht erstellt. Der Kanton hat diesen in einer Vorprüfung positiv beurteilt. Als erste raumplanerische Massnahme ist eine Änderung des kommunalen Richtplans für das Areal vorzunehmen. Dieser hat der Gemeinderat Wattwil nun zugestimmt.

Öffentliche Mitwirkung

Für die Bevölkerung ist ein Informationsanlass am 19. September geplant. «Die Informationsveranstaltung wird die Gelegenheit bieten, sich ein Bild von den Projekten zu machen», lädt Alois Gunzenreiner alle Interessierten ein. «Der Gemeinderat ist überzeugt, dass die Vorhaben, wie sie nun geplant sind, wesentlich zur Attraktivität von Wattwil beitragen werden.» (pd)

Auf der orange-blau schraffierten Fläche sind Sportanlagen geplant. (Bild: pd)

Auf der orange-blau schraffierten Fläche sind Sportanlagen geplant. (Bild: pd)

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