Ist Logopädie nur «spielen»?

Der Berufsverband der Appenzeller Logopädinnen und Logopäden traf sich am Montag für eine Weiterbildung in Speicher. Dabei ging es um die Bedeutung des Spiels für den Spracherwerb.

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Die zwei Referenten vermittelten sowohl theoretisch-empirische Grundlagen als auch Beispiele von logopädischen Therapiesituationen. (Bild: pd)

Die zwei Referenten vermittelten sowohl theoretisch-empirische Grundlagen als auch Beispiele von logopädischen Therapiesituationen. (Bild: pd)

REHETOBEL/SPEICHER. Der Berufsverband der Appenzeller Logopädinnen und Logopäden (BAL) traf sich bereits Mitte September zur Hauptversammlung in Rehetobel und feierte ausgiebig sein 20jähriges Bestehen. Traktandiert waren Geschäfte wie Wahlen, Rechnung und Budget. Der Vorstand wurde für ein weiteres Jahr bestätigt und wird durch Jasmin Eberle, Olivia Clerici, Edith Tinner und Melanie Spirig, Präsidentin des BAL, bestellt.

Ein Tag für Weiterbildungen

Weil die Verbandsgeschäfte schon erledigt waren, stand der 2. November ganztägig für die Weiterbildung zur Verfügung. Die Logopädinnen trafen sich in Speicher und freuten sich über das rege Interesse am Kurstag und durften auch Berufskolleginnen aus den benachbarten Kantonen in ihren Reihen willkommen heissen. Der Vorstand der Appenzeller Logopädinnen und Logopäden organisierte im Rahmen der diesjährigen Stufenkonferenz den Weiterbildungstag mit dem Thema: «Die Bedeutung des Spiels für den Spracherwerb».

Zwei Referenten

Als Referenten-Duo bestritten Claudia Dürmüller, Zentrum für kleine Kinder Winterthur, und Professor Bernhard Hauser, PH St. Gallen, die Thematik. Ausgangslage war für die Referenten und die Kursteilnehmerinnen die Situation, dass Kinder im Vorschulalter die logopädische Therapie oft als ein «wir spielen» wahrnehmen.

Theroie und Praxis verbinden

Das aber lernen die Kinder beim Spielen im logopädischen Therapiesetting? Ziel des Kurstages war es, die Merkmale einer ertragreichen spielerischen Sprachtherapie als Gegenstand zu betrachten und das Repertoire für den Therapiealltag in der logopädischen Therapiearbeit zu erweitern.

Claudia Dürmüller und Bernhard Hauser haben es verstanden, sowohl theoretisch-empirische als auch praktische Grundlagen zum ertragreichen Spiel zu vermitteln und diese anhand von logopädischen Therapiesituationen zu illustrieren.

Die Ausserrhoder Logopädinnen werden mit dem aufgefrischten und auch wissenschaftlich begründeten Wissen das Spiel als Methode in ihrem beruflichen Alltag mit den Kindern und deren Bezugspersonen weiterhin begründet einsetzen können. (pd)