Irreguläre Verhältnisse

Neckertal-Degersheim besiegte im letzten Spiel der Saison Wattwil Bunt mit 5:1. Die Partie wurde von den heftigen Unwettern empfindlich gestört.

Rolf Freitag
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Letztes Spiel für Wattwil- Bunt-Trainer Dino De Luca. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Letztes Spiel für Wattwil- Bunt-Trainer Dino De Luca. (Bild: Beat Lanzendorfer)

FUSSBALL. Sowohl Neckertal-Degersheim als auch Wattwil Bunt konnten am Sonntag unbeschwert aufspielen. Das Heimteam hatte den Ligaerhalt schon vor Wochen geschafft. Ohne Druck waren auch die Gäste angereist, der Aufstieg war für sie ausser Reichweite. Trotzdem entwickelte sich eine attraktive Partie, welche Neckertal-Degersheim gleich mit 5:1 für sich entschied.

Ausgeglichene erste Hälfte

Neckertal-Degersheim wollte sich für die knappe Auswärtsniederlage in der Vorrunde revanchieren, während für Wattwil Bunt noch der dritte Platz als Motivation winkte. In der 29. Minute musste sich Skrijelli nach einem unüberschaubaren Durcheinander erstmals geschlagen geben. Das Team von Trainer De Luca, der letztmals an der Seitenlinie stand, bemühte sich um den Ausgleich. Alles war vergeblich, manchmal fehlte das bekannte letzte Quentchen Glück. Auch in diesem Spiel war der Toggenburger Sturm zu wenig durchschlagskräftig und bestätigte damit das Tief im Angriff. In den letzten vier Partien konnte kein geschossenes Tor bejubelt werden.

Stürmische zweite Halbzeit

Schwarzgraue Gewitterwolken versprachen nichts Gutes für die letzten 45 Minuten. Aus einigen wenigen zaghaften Regentropfen wurde bald ein orkanartiger Sturm mit peitschendem Niederschlag. Aus die Idylle im Neckertal, obwohl sich die 22 Akteure redlich Mühe gaben. Mit der Zeit bildeten sich Pfützen, die aufspritzten, sobald sich ein Ball dorthin verirrte. Die Spieler hatten grösste Mühe, sich auf den Beinen zu halten, zu bremsen oder einen genauen Pass zu schlagen. Vieles war dem Zufall überlassen. Dass Captain Schneider kurz vor Schluss noch für ein Foul die Ampelkarte gelb/rot sah, löste begreifliches Kopfschütteln aus.

Ein Elfmeter, der dann im Nachschuss noch im Tor landete, war Strafe genug. Zum Glück ging es bei dieser Partie um nichts mehr, denn sie spielte sich objektiv gesehen in der Nähe der Irregularität ab. Dazu gab es aber auch noch fünf Tore zu bejubeln. Das Ehrentor von Kipfer liess für kurze Zeit nochmals Hoffnung für die Toggenburger aufkommen. Drei weitere Tore innert neun Minuten, darunter ein Elfmeter, trugen zur klaren Niederlage bei.

Alles klar in der Gruppe 4

Die 22. Runde brachte die letzten Entscheidungen. Verdienter Aufsteiger in die 2. Liga ist mit einem Vorsprung von sechs Punkten auf den FC Eschenbach der FC Flawil. Wattwil Bunt konnte den dritten Platz verteidigen. Als Absteiger stehen Uzwil 2b und Uznach fest. In keiner Entscheidung spielten bei Punktgleichheit die Strafpunkte eine Rolle.

Erfreulicherweise liegt Wattwil Bunt mit den wenigsten Strafpunkten an der Spitze des Fairnessklassements.

Matchtelegramm: FC Neckertal-Degersheim – FC Wattwil Bunt 5:1 (1:0) – SR. Farhat – Tore: 35. 1:0 Manzo, 58. 2:0 Bosshard, 60. 2:1 Kipfer, 73. 3:1 N. Lehmann, 75. 4:1 Manzo, 82. 5:1 Bosshard. FC Neckertal-Degersheim: Ebneter, Pondini, Gübeli, Tanner, Meienhofer (75. Stutz), Rüegg, N. Lehmann, S. Lehmann (80. Oertli), Manzo (85. Egger), Felix, Bosshard. FC Wattwil Bunt: Skrijeli, Pfister, Schneider, Quinter, Bollhalder, Kipfer, Krivic (58. Yaman) Bechtiger, Marino, Rüeger (65. Osterwalder), Huber (74. Thalmann).